Amazonien droht die Abholzung

Wird das Sch
icksal des brasilianischen Regenwaldes bald per Gesetz besiegelt? Seit Wochen streitet das Parlament in Brasilia über einen Entwurf zur Änderung des brasilianischen Forstgesetzes. Die entscheidende Abstimmung ist schon mehrfach verschoben worden und hat immer noch nicht stattgefunden. Umweltschützer protestieren weltweit gegen den Entwurf, der weitere Abholzungen per Gesetz erlauben würde. Die Änderung des bestehenden Waldnutzungs-gesetzes würde die großflächige Zerstörung eines der letzten großen Regenwaldgebiete besiegeln. Nach Schätzungen von Greenpeace wären über 30 Millionen Hektar des Amazonaswaldes, eine Fläche fast so groß wie Deutschland, unmittelbar bedroht.

Und deshalb seid ihr gefragt!

Nehmt an der Unterschriftenaktion gegen dieses Forstgesetz teil:

Sunday, March 1, 2009

We survived the Death Road - 28.02.09

Heute morgen sollte es schon frueh losgehen. Nachdem wir bei unserer Travel Agency mit weiteren 14 Mitreisenden gefruehstueckt und uns umgezogen hatten, fuhren wir mit zwei vollbeladenen Kleinbussen zum Cumba-Pass. Die Fahrraeder waren natuerlich oben aufgeschnallt.

Wir ueberquerten die La Paz umgebenden Berghaenge und stiegen von 3600 auf 4600 Metern an. Oben angekommen stellten wir fest, dass es nicht gerade das idealste Wetter fuer eine kleine Fahrradtour bestand. Die Sicht war gleich null. Bis auf weissen Nebel war nicht viel zu sehen. Zudem fing es an in stroemen zu regnen. Die Temperaturen lagen bei null Grad.

Aber egal, gebucht ist gebucht und somit stuerzten wir uns nach einer kleinen Sicherheitseinweisung hinab in das dunkle Grau. Mit bestimmt 40 Sachen ginge es hintereinander die wendige Asphaltstrasse hinab. Waehrend Joe zuvor noch meinte, wir sollten alle vorsichtig fahren, liess er es sich nicht nehmen, an vorderster Front mit zu radeln. Janin erlebte leider ein Dejavue mit der Hoehenkrankeit und musste bis zum untersten Teil der Death Road im Wagen mitfahren. Die letzten Kilometer bezwang sie dann aber doch noch. Der Ehrgeiz war zu gross.
Nach 27 von ca. 70 Kilometern und zwei Polizeistationen spaeter, es dauerte gefuehlte 20 Minuten (im Endeffekt ca. zwei Stunden), mussten wir fuer einige Kilometer in unsere Busse umsteigen. Der Grund dafuer lag bei vier Touristen, die vor einem Jahr von einem entgegenkommenden Jeep erfasst wurden. Deshalb nun einmal dieser Name - Death Road.
Als wir wieder ins Freie durften, hatten wir die neue Asphaltstrasse nach Coroico verlassen und befanden uns nun am Anfang der Camino del Muerte. Wir bekamen die Instruktion immer auf der Seite des Abhangs zu fahren, also auf der linken Seite. Obwohl es keinen entgegenkommenden Verkehr geben sollte, seit 2006 gibt es eine neue Strasse, wuede dieser immer am Hang fahren. So koennte man einen Zusammenstoss vermeiden.
Anfangs rollten wir gemaechlich den Berg hinunter. Die Sicht war immer noch die Gleiche, weshalb man den 200-Meter-Abgrund einen halben Meter von einem entfernt nur erahnen konnte. Auch die beiden Balkone, eine Ausweichstelle fuer LKW´s und Busse, die durch einen sehr schmalen 200-Meter-Abschnitt verbunden waren, waren fuer uns nichts Besonderes, obwohl hier der Abhang einer Vertikalen glich.
Nach und nach besserte sich das Wetter. Erst hier begriffen wir, wo wir uns eigentlich befanden. Und dennoch fuhren wir recht zuegig an steil abfallenden Vertikalen vorbei und unter Wasserfaellen hindruch - das Adrenalin liess jegliche Hoehenangst verschwinden. Nach und nach zog Simon mit der vorderen Gruppe davon, Joe blieb bei Sabrina. Zwei Beinaheabstuerze waren genug - so schlimm war es dann doch nicht ;-)

Camino del Muerte

Hier in ihrer harmlosen Variante

Und dennoch sind wir unten angekommen...auch Sabrina!!!

Die eigentliche Death Road befuhren wir leider nur zwei Stunden. Das letzte Teilstueck und auch die letzte Stunde waren nach einer kleinen Mittagspause dann zum Heizen gemacht. Hier waren die Abhaenge nicht mehr so steil und die Strasse nicht mehr so kurvig. Mit bestimmt 40 Km/h bretterten wir ueber eine Schotterpiste den Hang hinab. Die Haende schmerzten allmaehlich. Dennoch ueberlegten wir, diese Strasse nocheinmal zu befahren. Schliesslich konnten wir unsere Eindruecke gar nicht verarbeiten - es war einfach zu gefaehrlich, diese Landschaft zu geniessen.

Unten im Tal angekommen, kurz vor Coroico, mussten wir noch einen kleinen Anstieg bewaeltigen, ehe wir uns mitten in der Wildnis in einem kleinen Hotel entspannen konnten. In fuenf Stunden fuhren wir 3400 Hoehenmeter hinab und durchquerten fast alle Klimazonen Suedamerikas. Der Regenwald fehlte noch.

Nach knapp drei Stunden Erholungspause, einer Dusche und einem leckeren Mittagessen, fuhren wir gegen 17.00 Uhr zurueck nach La Paz. Nach einem kurzen Abstecher nach Coroico, dies lag 500 Meter hoeher, ging es leider auf der neuen Strasse in Richtung Hochland. Zwar war die Landschaft grandios, wir windeten uns in riesigen Serpentinien im Nachbartal der Death Road die Haenge hinauf, doch einmal im Bus die Camino del Muerte...das fehlt noch.

Nachdem wir noch machtige Wasserfaelle im andinen Hochland bestaunen konnten, brach die Nacht ninein. Und die Fahrt wollte gar nicht mehr enden. Hinzu kam das Stauchaos in La Paz, welches dazu fuehrte, dass wir erst gegen 21.00 Uhr zurueck im Hotel waren. Dennoch hatten wir uns ein Bierchen verdient. Schliesslich haben wir die Death Road ueberlebt, was ca. hundert Personen pro Jahr nicht von sich behaupten koennen.

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