Wir ueberquerten die La Paz umgebenden Berghaenge und stiegen von 3600 auf 4600 Metern an. Oben angekommen stellten wir fest, dass es nicht gerade das idealste Wetter fuer eine kleine Fahrradtour bestand. Die Sicht war gleich null. Bis auf weissen Nebel war nicht viel zu sehen. Zudem fing es an in stroemen zu regnen. Die Temperaturen lagen bei null Grad.
Aber egal, gebucht ist gebucht und somit stuerzten wir uns nach einer kleinen Sicherheitseinweisung hinab in das dunkle Grau. Mit bestimmt 40 Sachen ginge es hintereinander die wendige Asphaltstrasse hinab. Waehrend Joe zuvor noch meinte, wir sollten alle vorsichtig fahren, liess er es sich nicht nehmen, an vorderster Front mit zu radeln. Janin erlebte leider ein Dejavue mit der Hoehenkrankeit und musste bis zum untersten Teil der Death Road im Wagen mitfahren. Die letzten Kilometer bezwang sie dann aber doch noch. Der Ehrgeiz war zu gross.
Camino del Muerte
Hier in ihrer harmlosen Variante
Und dennoch sind wir unten angekommen...auch Sabrina!!!
Die eigentliche Death Road befuhren wir leider nur zwei Stunden. Das letzte Teilstueck und auch die letzte Stunde waren nach einer kleinen Mittagspause dann zum Heizen gemacht. Hier waren die Abhaenge nicht mehr so steil und die Strasse nicht mehr so kurvig. Mit bestimmt 40 Km/h bretterten wir ueber eine Schotterpiste den Hang hinab. Die Haende schmerzten allmaehlich. Dennoch ueberlegten wir, diese Strasse nocheinmal zu befahren. Schliesslich konnten wir unsere Eindruecke gar nicht verarbeiten - es war einfach zu gefaehrlich, diese Landschaft zu geniessen.
Unten im Tal angekommen, kurz vor Coroico, mussten wir noch einen kleinen Anstieg bewaeltigen, ehe wir uns mitten in der Wildnis in einem kleinen Hotel entspannen konnten. In fuenf Stunden fuhren wir 3400 Hoehenmeter hinab und durchquerten fast alle Klimazonen Suedamerikas. Der Regenwald fehlte noch.
Nach knapp drei Stunden Erholungspause, einer Dusche und einem leckeren Mittagessen, fuhren wir gegen 17.00 Uhr zurueck nach La Paz. Nach einem kurzen Abstecher nach Coroico, dies lag 500 Meter hoeher, ging es leider auf der neuen Strasse in Richtung Hochland. Zwar war die Landschaft grandios, wir windeten uns in riesigen Serpentinien im Nachbartal der Death Road die Haenge hinauf, doch einmal im Bus die Camino del Muerte...das fehlt noch.
Nachdem wir noch machtige Wasserfaelle im andinen Hochland bestaunen konnten, brach die Nacht ninein. Und die Fahrt wollte gar nicht mehr enden. Hinzu kam das Stauchaos in La Paz, welches dazu fuehrte, dass wir erst gegen 21.00 Uhr zurueck im Hotel waren. Dennoch hatten wir uns ein Bierchen verdient. Schliesslich haben wir die Death Road ueberlebt, was ca. hundert Personen pro Jahr nicht von sich behaupten koennen.
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