Heute frueh machten wir uns quer durch die Stadt auf dem Weg zu einem der vielen Busgesellschaften. Mit einstuendiger Verspaetung fuhr dann endlich unser Bus in Richtung Tingo Maria ab. Vor uns lagen zweolf Stunden Busfahrt und die vollstaendige Ueberquerung der Anden. Zuerst fuhren wir ein Tal hinauf durch das Bergbaugebiet Perus auf ueber 4700 Metern. Gluecklicherweise wurden Simon und Sabrina diesmal von der Vorform der Hoehenkrankheit verschont - droehnende Kopfschmerzen. Dies lag vermutlich daran, dass wir nach einem langgezogenen, grasueberzogenen, mit Seen uebersaehten Hochplateau schnell wieder hiunter auf etwa 2500 Meter fuhren. Als es bereits dunkel wurde, erreichten wir Huanoco, die letzte Stadt in den Anden vor den Auslaeufern des tropischen Regenwaldes. Fuer diese ganze Strecke benoetigten wir satte neun Stunden. Uebrigens war dies der erste Stop, wo wir etwas zu essen kaufen und die Oertlichen besuchen konnten. Natuerlich gab es dafuer auch Essen im Bus. Dennoch war es eine Zumutung. Durch die Dunkelheit folgte eine weitere Abfahrt bis in tropisches Gebiet. Nun hatten wir die Region um Tingo Maria erreicht. Hier befand sich das Kokaanbaugebiet Nr.1 in Peru, weshalb vor Busfahrten in diese Region gewarnt wurde. Ueberfaelle schienen nicht ausgeschlossen, genau wie auf der morgigen Fahrt nach Pucallpa. Dennoch wurde uns nicht von dieser Fahrt abgeraten, ein Grund dafuer, dass wir nun hier waren. Aus diesem Grund kam dann auch ein Bewaffneter in den Bus, der von jedem ein paar Muenzen einsammelte. Ob es nun ein Soldat war, der sich seine Besoldung aufbesserte, oder ob es ein Guerilliero war, der fuer ein wenig Geld seine Bandidos fernhaelt...das wussten wir nicht. Entscheidend war, dass wir gegen 22.00 Uhr Tingo Maria sicher erreichten. Es war ein verschlafenens Nest. Daher blieb uns keine andere Wahl, als in unserem Hotel nach einem kleinen Bierchen ins Bett zu gehen.
Amazonien droht die Abholzung
Wird das Schicksal des brasilianischen Regenwaldes bald per Gesetz besiegelt? Seit Wochen streitet das Parlament in Brasilia über einen Entwurf zur Änderung des brasilianischen Forstgesetzes. Die entscheidende Abstimmung ist schon mehrfach verschoben worden und hat immer noch nicht stattgefunden. Umweltschützer protestieren weltweit gegen den Entwurf, der weitere Abholzungen per Gesetz erlauben würde. Die Änderung des bestehenden Waldnutzungs-gesetzes würde die großflächige Zerstörung eines der letzten großen Regenwaldgebiete besiegeln. Nach Schätzungen von Greenpeace wären über 30 Millionen Hektar des Amazonaswaldes, eine Fläche fast so groß wie Deutschland, unmittelbar bedroht.
Und deshalb seid ihr gefragt!
Nehmt an der Unterschriftenaktion gegen dieses Forstgesetz teil:
Friday, March 27, 2009
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