In Atalaya, einem sehr kleinen Ort, wartete Frank auf uns. Wir luden unser Gepaeck um und fuhren mit einem kleinen Boot ca. 40 Minuten die Stromschnellen hinab zu unserer Lodge, die auf der linken unberuehrten Seite des Rio Madre de Dios lag. Wir befanden uns hier schon mitten im Manu Nationalpark, wie auch schon in Pilcopata. Jedoch war es die oeffentliche Zone. Hier durfte man Land erwerben und 28% davon Nutzen. Die Pufferzone weiter im Norden war nur fuer betuchte Touristen und Forscher, die Sperrzone hingegen war fuer niemanden zugaenglich. Einige Indianer lebten hier noch nach ihrer Tradition. Zwei Deutsche, die versucht hatten, dieses Volk naeher kennen zu lernen, sind vor einigen Jahren nicht zurueck gekommen.
Tag 2:
Am Nachmittag ging es Simon zunehmend schlechter. Wie so viele, die aus dem Hochland in den regenwald kommen, wurde er von einer fiebrigen Erkaeltung und Kreislaufproblemen erwischt. Das hielt Joe nicht davon ab zwei Fische fuer das Abendessen aus dem Fluss zu ziehen. Abends gab es dann noch einen kleinen Cambiasso, bevor wir erschoepft ins Bett fielen.
Tag 3:
Die gute Nachricht war, dass Simon wieder top fit war. Wir machten uns daher vollzaehlig mit Phelipe, dem Hausmeister hier, auf den Weg den Regenwald zu erkunden. Wir gingen einen grossen Rundgang durch das bergige Gebiet ab, passierten zwei Urwaldriesen von 70 Metern Hoehe und probierten Leckereien wie z.B. Termiten und einige Fruechte. Ueber einen Bambuswald am Ufer des Rio Madre de Dios erreichten wir nach gut drei Stunden gegen Mittag unsere Lodge.
Ob der mit der Machete zu faellen ist?
Nach einem erneut erfolglosen Fischfang, einem Badegang und der Holzbeschaffung auf einer gegenueberliegenden Insel per Boot, machten wir uns gegen 16.00 Uhr auf dem Weg zu einer Colpa. Wir wollten Tiere beobachten. Doch irgenwie endeten wir auf halber Strecke. Wir liefen naemlich das bei unserer Lodge endende Bachbett hinauf. Es war zeitlich nicht machbar, die Colpa vor Einbruch der Dunkelheit zu erreichen. Der Rueckweg ueber die grossen rutschigen Steine und die Wasserschlangen schienen zu gefaehrlich. Dennoch war es ein voller Erfolg. Wir fuehlten uns wie die spanischen Erstentdecker, die die Fluesse und Baeche nutzen, um Wegstrecke gut zu machen.
Zurueck in unserer Lodge fing es leider dermassen an zu regen, dass an Lagerfeuer nicht mehr zu denken war. Es regnete die ganze Nacht ununterbrochen. Am naechsten Tag war der Rio Madre de Dios dermassen angeschwollen, dass Insel samt unser Feuerholz verschollen war.
Tag 4:
Heute begann unserer Programm erst um 13.00 Uhr. Wir gammelten uns von Stunde zu Stunde. Nach dem Mittagessen, wollten wir dann auf Franks Grundstueck fuenf Minuten flussaufwaerts, auf dem demnaechst eine Lodge entstehen soll, einen Wasserfall finden. Nach einer Stunde Wartezeit - das Boot wollte einfach nicht kommen - erreichten wir nach einer kurzen Bootsfahrt dieses Grundstueck von 28 ha, das rechtlich einem Peruaner gehoerte, der jedoch ohne Franks Investition hier nichts entstehen lassen konnte.
Eigentlich wollten wir mit Macheten quer durch den Regenwald. Doch die Erzaehlungen, wo der Wasserfall sei, waren zu vage. Also folgten wir wieder einmal einem Bachbett. Dieses war jedoch ein wenig anspruchsvoller. So waren die Steine teilweise riesig und die Wassertiefe zu gross, so dass wir gezwungen waren kleine Umwege durch den Wald freizuschlagen.
Joe an vorderster Front
Nach gut zwei Stunden wurde der Bach zwar schmaler, doch ging auch die Sonne langsam unter, so dass wir uns entschlossen zurueck zu gehen. Es glich einem einzigen Gestolper. Wir waren alle erschoepft. Die letzten Meter konnten wir noch ueber einen Pfad durch den Wald abkuerzen. Ansonsten haetten wir die Nacht im Flussbett verbringen duerfen. Unser Boot lies wieder auf sich warten. Nach einer Stunde ging es dann zurueck und nach dem Abendessen auch schnell ins Bett.
Tag 5:
Alles hat nun einmal ein Ende. Und leider sollte das Ende nicht versuesst werden. Eigentlich wollten wir heute morgen um 6.00 Uhr zu einer Vogelcolpa am FLuss fahren. Hier sollte es Araschwaerme zu sehen geben. Danach sollte es noch in ein Schilfgebiet gehen, um Kaimane zu beobachten. Doch es goss einmal mehr in stroemen, so dass sich wohl keine Tiere blicken lassen wuerden.
Daher nahmen wir gegen 11.00 Uhr das Boot nach Atalaya, warteten dort noch eine gute Stunde auf unseren Fahre und fuhren dann mit einem Pick-up zurueck nach Pilcopata. Die Fahrt war genial. Es ging quer durch den Regenwald die Haenge hinauf, so dass wir nach einer Weile einen wunderschoenen Blick auf das bewaldete Flusstal des Rio Madre de Dios hatten.
Das Gefaehrt, welches uns zurueck brachte...
Durch Wald und an einigen kleinen Gehoeften vorbei ging es weiter nach Pilcopata. Wir sahen noch Affen, Echsen und Voegelschwaerme - mehr als die ganze Zeit im Regenwald. Gegen 14.00 Uhr war unsere Tour leider beendet. Wir verscuhten noch vergeblich einen Truck nach Paucartambo zu finden und assen am Markt mit Patrick und Benni, unseren Schweizern, und Frank noch zu Abend.
1 comment:
Yeah! :-)
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