Nachdem wir lecker gefruehstueckt und noch so einige Sachen erledigt hatten, machten wir uns mit Guido unserem italienischen Freund auf dem Weg zu einer Bushaltestelle. Das Taxi war einmal mehr gnadenlos ueberladen. Aber hier scheint das egal zu sein.
Die Busfahrt nach Copacabana dauerte gute drei Stunden und fuehrte, nachdem wir die La Paz umschliessende Berkette ueberquerte hatten, quer ueber das Altiplano. Natuerlich mussten wir erst einmal die endlos langen Vororte durchqueren, ehe wir die Grassteppen des Hochlandes erreichten. Nach einer Weile folgten wir oestlich den Auslaeufern des Titicacasees, der sich hier noch um die umliegenden Berghaenge windete.
Um die Halbinsel zu erreichen, auf der Copacabana liegt, mussten wir ueber einen Nebenarmes dieses maechtigen Sees gelangen. Waehrend der Bus auf einer Holzfaehre transportiert wurde, durften wir, vermutlich die sichere Variante, in einem Boot uebersetzen. Nach weiteren 20 Minuten Fahrt ueber schmale Bergstrassen, erreichten wir Copacabana.
In diesem kleinen Oertchen machten wir uns erst einmal auf die Suche, ein bestimmtes Hostel zu finden. Doch Christians Onkel war leider nicht vor Ort, weshalb die Uebernachtung hier kein Sinn gemacht haette. Stattdessen fanden wir fuer drei Euro pro Kopf ein super Hotel mit sehr sauberen Doppelzimmern und warmen Wasser.
Viel passierte dann heute nicht mehr. Wie ihr wisst, ist hier anscheinend immer Karneval. Abends spielten Bands, betrunkene Spielmannszuege liefen durch die Strassen und jeder war in Feierlaune. Das Dorf und vor allem der Markplatz platzten aus allen Naehten. Da wir dem nicht nachstehen wollten, setzten wir uns, nach dem vergeblichen Versuch eine Kneipe zu finden, vor unsere Zimmer und tranken auch ein Bierchen.
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