Obwohl uns gestern schon mitgeteilt wurde, dass wir shon gegen 4.00 Uhr morgens ankommen sollte, machten wir erst um 6.00 Uhr fest. Das lag vermutlich daran, dass wir kurz vor dem Hafen noch eine Sandbank rammten und uns ein paar Male im Kreis drehen mussten.
In Iquitos war dann erst einmal grossen Chaos. Die Schlepper warteten schon vor unser Zimmertuer. Entweder sie wollten uns in die Stadt bringen oder aber Touren verkaufen. Das fuehrte dann auch dazu, dass jeder meinte, dass heute kein Schiff nach Leticia abfahren wuerde. Uns wollte einfach keiner helfen.
Wir wollten aber unbedingt weiterfahren, da wir zwei Tage Karibikstrand zum Abschluss herausholen wollten. Um die Schlepper loszuwerden setzten wir uns bei dem Nachbarunternehmen von "Henry" in ein Lokal. Fruehstueck - Fehlanzeige. Dennoch wurden wir alle unliebsamen Begleiter los. Und solch einen Stress tut man sich schon um 6.30 Uhr an. Im Endeffekt lief Joe dann zum nahegelegenen Radiosender und erhielt die Information, dass heute Abend ein Schiff ins Dreilaendereck von Peru, Brasilien und Kolumbien fahren sollte.
Es sollte noch eine weitere Stunde dauern, bis der Kapitaen aufgetrieben wurde, der uns dann den Schluessel fuer ein Kajuete uebergab. Leider hatten wir diesmal auch nur zwei Betten. Das Boot hatte im Allgemeinen nicht die Groesse und Klasse des vorherigen. Es gab kein Bad und nicht genuegend Platz, um eine Haengematte aufzuspannen. Dies hiess also: Haengematte in ueberfuellten, stickigen, von Musik durchdrungenen und nach einigen Tagen nach Huehnerdung riechenden Saaelen aufspannen.
Nun ging es also los: Die erste "I almost died story" fuer Joe schien in greifbarer Ferne. Schliesslich ist man nicht gereist, wenn man nicht mindestens drei von diesen Geschichten gesammelt hat - und Joe hat noch keine Einzige.
Gegen 8.00 Uhr machten wir uns erst einmal auf den Weg in die Stadt. Nun hatten wir zwoelf Stunden Zeit, bis die naechste dreitaegige Bootsfahrt beginnen wuerde. Erst einmal gab es an der Uferprmenade ein American Breakfast. Das hatten wir uns nach dem ganzen Pollo verdient. Von einem Schlepper mitgezogen ging es dann eine Stunde mit dem Boot durch Belen. Dies ist ein Viertel, dass halbjaehrig komplett unter Wasser steht. Der Amazonas hat nun einmal Hoehenunterschiede von bis zu 15 Metern. Seltsam war, dass viele Haeuser in der Randzone dennoch aus Backsteinen gebaut waren. Es gab Schulen auf Pfaehlen, schwimmende Haeuser und auch Fussballplaetze, von denen man nur noch die Latten der Tore sah.
Wer findet die Kratzbuerste?
Um dieses Viertel herum befand sich in Ufernaehe ein riesiger Markt, auf dem es alles gab, was der Amazonas (-regenwald) so her gab: Kaimane, Schildkroeten, Affen, von denen wir einen sahen und alle moeglichen Fische von klein bis riesig. Natuerlich waren diese Tier alle tot und zum Verzerr freigeben. Auch gab es einen Markt mit Heilkraeutern des Regenwaldes. Sabrina deckte sich erst einmal mit einem Mueckenmittel ein. Es soll angeblich zur Vorsorge und Nachbehandlung gut sein...Urteil offen! Wie ihr sicherlich schon mitbekommen habt, moegen diese kleinen Tierchen Sabrina ueberaus gerne.
Den uebrigen Tag verbrachten wir mit einem leckeren Mittagessen - Burger mit Pommes bzw. Spaghetti. Ist es nicht schoen, sich seine Mahlzeiten selber auszusuchen? Nach einem laengeren Internetaufenthalt - wir hatten einiges nachzuholen - fuhren wir zurueck zum Anleger.
Nachdem wir uns noch mit allen moeglichen Fressalien eingedeckt und ein Bierchen in der Kneipe am Wasser getrunken hatten, ging es aufs Schiff. Natuerlich wieder einmal verspaetet, fuhren wir gegen 21.00 Uhr los. Noch lange sahen wir auf dem Oberdeck die Lichter von Iquitos, bis wir dann in die dunkle Nacht eintauchten. Naechstes Ziel ist dann vermutlich in drei Tagen erreicht: Leticia, die kolumbianische Grenzstadt, von der wir erneut versuchen werden, die Anaconda und die Araschwaerme zu finden.
Nachdem wir uns noch mit allen moeglichen Fressalien eingedeckt und ein Bierchen in der Kneipe am Wasser getrunken hatten, ging es aufs Schiff. Natuerlich wieder einmal verspaetet, fuhren wir gegen 21.00 Uhr los. Noch lange sahen wir auf dem Oberdeck die Lichter von Iquitos, bis wir dann in die dunkle Nacht eintauchten. Naechstes Ziel ist dann vermutlich in drei Tagen erreicht: Leticia, die kolumbianische Grenzstadt, von der wir erneut versuchen werden, die Anaconda und die Araschwaerme zu finden.
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