Amazonien droht die Abholzung

Wird das Sch
icksal des brasilianischen Regenwaldes bald per Gesetz besiegelt? Seit Wochen streitet das Parlament in Brasilia über einen Entwurf zur Änderung des brasilianischen Forstgesetzes. Die entscheidende Abstimmung ist schon mehrfach verschoben worden und hat immer noch nicht stattgefunden. Umweltschützer protestieren weltweit gegen den Entwurf, der weitere Abholzungen per Gesetz erlauben würde. Die Änderung des bestehenden Waldnutzungs-gesetzes würde die großflächige Zerstörung eines der letzten großen Regenwaldgebiete besiegeln. Nach Schätzungen von Greenpeace wären über 30 Millionen Hektar des Amazonaswaldes, eine Fläche fast so groß wie Deutschland, unmittelbar bedroht.

Und deshalb seid ihr gefragt!

Nehmt an der Unterschriftenaktion gegen dieses Forstgesetz teil:

Thursday, February 26, 2009

Ein weiterer Tag im "Frieden" - 27.02.09

Einigermassen ausgeschlafen und frisch geduscht machten wir uns gemeinsam mit unserem italienischen Freund Guido auf den Weg ein anstaendiges Fruehstueck zu suchen. Das sollten wir auch bekommen. Fuer umgerechnet knapp zwei Euro bekamen wir alles, was das Herz gegehrt: Ein Steak, zwei Eier, Toast mit Marmelade, Pommes und Kaffee.

Frisch gestaerkt machten wir uns dann auf den Weg zu Rolando, der die Kamera unseres "Luigi" reparieren sollte. Dies haette sich allerdings nicht mehr gelohnt und so gingen wir weiter zum Aussichtspunkt, der sich in der Mitte der Stadt befand. So erlangten wir einen wunderschoenen Rundumblick auf die Innenstadt mit den modernen Hochhaeusern und den aermeren Vierteln auf den Haengen rundherum.

La Paz

Von hier aus machten wir uns auf den Weg zum Mercado Camacho. Eigentlich gab es hier nicht wirklich viel zu sehen. Doch einen Cocatee bekamen wir dann doch noch. Ueber den Plaza Central liefen wir zurueck in Hotelnaehe, wo wir dann fuer den morgigen Tag die Death Road buchten.


Ansonsten geschah heute nicht mehr viel. Wir feierten natuerlich noch ein wenig den Werder-Sieg ueber Milan und liefen abends noch durch stroemenden Regen zu einem Restaurant, welches Guido heute Mittag entdeckt hatte. Hier gab es Fleisch in Huelle und Fuelle fuer zwei Euro pro Kopf. In einem ueberfuellten Taxi ging es zurueck ins Hotel, wo wir schnell ins Bett gingen. Schliesslich mussten wir morgen frueh ausgeruht sein. Die gefaehrlichste Strasse der Welt wartete auf uns.

La Paz - 26.02.09

Angekommen im Hostel haben wir unsere Sachen im Zimmer deponiert und uns im Innenhof kurz von den Reisestrapazen ausgeruht. Diesen Tag wollten wir ganz gemaechlich angehen und nur ein wenig die Stadt erkunden, endlich mal wieder mit unseren Lieben telefonieren und relaxen.
So schlenderten wir gemeinsam mit unserem italienischen Freund "Luigi" durch die Strassen, assen lecker kubanische Sandwiches und liessen den Abend bei einer Partie (ihr ahnt es sicher...genau!) Kniffel und einem Bierchen ausklingen. "Luigi" wollte es schliesslich auch lernen. Er ist generell sehr an der deutschen Kultur interessiert. ;-) Wir gingen recht frueh zu Bett, da wir ja noch etwas Schlaf nachzuholen hatten.

Wednesday, February 25, 2009

Endlich geht´s los - 24./25.02.09

Als wir in Uyuni ankamen, wussten wir zunaechst nicht, wie wir weiter verfahren sollten. Sollten wir uns jetzt ein Hotel nehmen oder gleich weiter nach La Paz weiterfahren? Zunaechst liefen wir zu den Busgesellschaften, um zu erfahren, wann die Busse nach La Paz abfahren wuerden. Leider gab es nur Nachtbusse, was die Entscheidung nicht leichter machen sollte.
Der Ort gab leider nicht viel her, um noch einen ganzen Tag hier zu bleiben. Doch noch eine Nachtfahrt hinterherhaengen war uns im ersten Augenblick auch zu anstrengend. Also machten sich Simon und Joe auf den Weg nach Alternativen zu suchen. Auf dem Weg zum Bahnhof wurde uns klar, dass es gar nicht so leicht werden wuerde, da heute Karneval war und das ganze Dorf still stand.

Geisterstadt Uyuni

Aus dem Ticketcenter am Bahnhof schallte nur eine laute Musik. Zudem sollte der Zug erst morgen Nacht fahren. Also fanden wir uns damit ab, mit dem Nachtbus weiter zu fahren. Nun stellte sich uns allerdings das naechste Problem entgegen. Alle Banken waren geschlossen. Und niemand konnte und wirklich weiterhelfen.

Die Kleinstadt war ein einziges Chaos: betrunkene Spielmannszuege ueberall, komatoese Trompetenspieler versackt an Haeuserecken und Beinaheunfaelle durch unzurechnungsfaehige Autofahrer. Wir liefen nur noch auf dem Seitenstreifen und ueberquerten keine Strasse, wenn ein Auto in der Naehe war.

Irgendwie schafften wir es dann doch noch irgendwie in einer Wechselstube unser restliches chilenisches Geld zu tauschen, um uns die Bustickets zu beschaffen. Leider konnten wir nicht zusammen fahren, da in beiden Bussen, die zeitgleich nach La Paz fahren sollten, zu wenig Plaetze vorhanden waren. Beruhigenderweise fuhr ein Italiener mit Janin und Sabrina mit, der mit uns durch die Lagunenlandschaften gefahren ist.

Als wir uns dann vor dem Buero des Busunternehmens ein wenig ausruhten, erfuhren wir, dass derjenige, der vor dem einen Bus einen ganzen Bierkasten leerte, einer der beiden Busfahrer war!!! Schon jetzt kann erwaehnt werden, dass es der Busfahrer der beiden Maedels war und er sich aber wieder ein wenig ausgenuechtert hatte vor der Fahrt. Es waren ja noch drei Stunden Zeit.

Wir verbrachten die verbleibende Zeit damit noch eine Kleinigkeit an einem einheimischen Stand zu essen, bevor wir uns mit Guido, unserem Italiener, zum "Busbahnhof" gesellten. Die Busse waren einfach. Zwar hatte man einen einigermassen grossen Sitzabstand, doch bei Janin und Sabrina fehlte ein Fenster, welches mit einer Folie spartanisch abgedichtet wurde. Aeusserlich waren sie schaebig, jedoch fuer die Pisten gen Norden hoehergelegt.

Nachdem wir noch einmal in den Genuss einer oeffentlichen Toilette kamen, ging es dann gegen 20.00 Uhr los in Richtung La Paz. Unser Bus fuhr vor. Treffpunkt war La Paz Busbahnhof. Die Fahrt war das, was wir solange vermisst hatten. Es droehnte bis um 23.00 Uhr die Musik aus den Lautsprechern, bei jeden Schlagloch spuerte man seine Knochen. Und der hintere Teil des Busses, in dem wir uebrigens sassen, stank nach Yakbutter, obwohl es diese Tier hier ja angeblich gar nicht gibt. Aber anscheinend traegt auch hier irgendwelches Tierfett dem Sonnenschutz bei.

Dennoch konnten wir relativ gut schlafen, zumindest bis um 4.00 Uhr. Dann sollten wir naemlich in Oruru umsteigen. Zuerst dachten wir, es waere kein Problem. Hatte man uns doch zuvor versichert, dass es keine fuenf Minuten dauern wuerde. Leicht mitgenommen kamen wir auf der Rueckseite eines Busbahnhofes an, der nach seiner Durchquerung sich als Heolle herausstellen sollte. Hier standen "tausende" von Bolivianern in irgendwelchen Schlangen fuer etwas an. Wir Hatten ehrlich gesagt keine Ahnung, wo wir hin mussten. Also klapperten wir die Busse ab, auf denen La Paz stand. Aber irgendwie wollte uns keiner mitnehmen. Und viel schlimmer war noch, dass uns keiner sagen konnte, wo wir hingehen sollen.

Wir waren schon kurz davor Plan B zu schmieden. Sollten wir ein Neues Ticket kaufen oder ein Hotel nehmen. Beides ging nicht wirklich, hatten wir doch nur noch ein paar Bolivianos. Und von den Anderen war immer noch niemand in Sicht. Nach einer halben Stunde stuermte ein Bolivianer auf den nochmals auf der Suche seienden Simon entgegen, tauschte unsere Tickets gegen Neue ein und schleifte uns in einen modernen Bus. Nach weiteren drei Stunden Busfahrt, in denen wir eigentlich nur schliefen, ereichten wir La Paz gegen 7.30 Uhr.

Nach gut einer Stunde zweifelten wir daran, dass die anderen Beiden genau so viel Glueck gehabt hatten, wie wir. Nervositaet machte sich breit. Alle Telefonversuche waren vergeblich. Doch dann, nach eineinhalb Stunden bogen drei Touris um die Ecke. Der Italiener hatte sich mit seinen Spanischkenntnissen gut durchsetzen koennen. Fuer viele Andere hiess die Endstation: Oruru. Die Busse hatten nicht genuegend Kapazitaet. Mit einem extra fuer uns gechartertem Sammeltaxi fuhren wir in die Hostelgegend von La Paz.

Die Hoehenkrankheit schlaegt zu!!!

Nachtrag von Simon:
Liebes Logbuch.
An der letzten Station am 22. bakam ich auf einmal leichte Kopfschmerzen, beschloss aber trotzdem mit den anderen auszusteigen und ein wenig frische Luft zu schnappen. Waehrend des kurzen Spaziergangs bakam ich immer schlechter Luft und schaffte es grade noch so in den Jeep. Hier angekommen musste ich sofort die Beine hochlegen. Den Kopf zurueck und tief durchatmen.
Die Hoehenkrankheit hatte mich erwischt. Bei dem rasanten Aufstieg nach den vorangegangenen Reisestrapazen war dies auch nicht weiter verwunderlich. Wir bafanden uns schliesslich auf einer Hoehe von 4300 Metern. Unser Guide sagte nur, dass es mir zur Nacht hin noch schlechter gehen werde. Er war etwas Wortkarg.
Im Hotel angekommen legte ich mich sofort ins Bett und Joe gab mir die Tabletten, die wir natuerlich speziell fuer diesen Fall dabei hatten. Dies sollte die Lage jedoch zunaechst nicht verbessern. Ich bekam einen stechenden Kopfschmerz. Es fuehlte sich an, als wuerde der Kopf platzen. Ich haette vor Schmerzen schreien koennen, doch ich riss mich zusammen und konzentrierte mich auf mei8ne Atmung.
Der Schmerz wurde schlimmer und schlimmer. Dazu konnte ich kaum noch etwas erkennen und bekam leichte Panik. Zu meinem Glueck hatte ich meine persoenlichen Pfleger ja dabei. Speziell Joe kuemmerte sich quasi muetterlich um mich und brachte mir Wasser und das Allheilmittel der Einheimischen. Cocatee. Und bevor ihr euch jetzt geschockt und verschreckt fragt, wie wir so etwas nehmen koennen...Dieser Tee ist wie gesagt ein Naturheilmittel und keine Droge. Eine deutsche Polizeikontrolle waere in diesem Zustand zwar problematisch, aber man ist dadurch nicht berauscht, sondern eher beruhigt. Da ich zu dieser Zeit eh in keister Weise in der Lage gewesen waere ein Auto zu steuern eruebrigen sich hier jedoch auch jegliche Spekulationen.
Nach der dritten und vierten Tablette ging dieser unsaegliche Kopfschmerz dann gluecklicherweise leicht zurueck. Das war vielleicht eine Wohltat. Diesen Schmerz wuensche ich wirklich niemandem. Ich habe in meinem Leben zuvor keinen vergleichbar qualvollen Schmerz verspuert und das ist in keinster Weise als Gejammer zu verstehen. ;-)
Waehrend der annaehernd Schlaflose Nacht musste ich mich dann auch noch uebergeben, was auf die Nebenwirkungen der Tabletten zurueckzufuehren war. Der Beipackzettel liest sich wie ein eiziger Warnhinweis, doch um die Hoehenkrankheit zu besiegen war mir jedes Mittel recht. Auch an den Folgetagen hatte ich hiermit noch zu kaempfen. Ich war jedoch uebergluecklich, alles gut ueberstanden zu haben, dass ich die Welt umarmen wollte. Alles andere war nebensaechlich.
An dieser Stelle sei erwaehnt, dass ich mich dank der guten Pflege und Vorbereitung meiner Begleiter zu keiner Zeit wirklich ernsthaft in Gefahr befunden habe. Wir hatten auch zwei Aerzte und Sauerstoff dabei. Dies stellte sich allerdings erst spaeter heraus. Es waere sicher beruhigend gewesen dies gewusst zu haben.
So genug geklagt. Ich bin wieder Kerngesund und voller Tatendrang.
Weiter gehts!

Uyuni wir kommen - 22.-24.02.09

Tag 1:

Heute morgen um 8.00 Uhr sollte es losgehen, nach Bolivien. Doch zuerst fuhren wir die westliche Andenkette in Richtung Aregntinien hinauf, ehe wir auf dem 4600 Meterpass nach Norden abbogen. Nach 200 Metern Schotterpiste erreichten wir die bolivianische Grenze, ein kleines Haeuschen mitten im Nichts, umgeben von Bergen. Hier mussten wir unsere Grenzvormalitaeten erledigen, fruehstueckten und tauschten unseren Kleinbus gegen einen Jeep ein.
Mit einem irischen Paaerchen teilten wir uns zu sechst ein Gefaehrt. Nach der Abfahrt folgte ein Highlight nach dem Anderen. Zuerst fuhren wir eine Kilometer zur Laguna Verde. Diese lag zu Fuessen des fast 6000 Meter hohen Vulkan Llicancahur. Waehrend wir ein kleines Paeschen einlegten veraenderte sich die Wasserfarbe durch die Sonneneinstrahlung zu einem sagenhaften Tuerkis.

Laguna Verde


Alpacas haben wir auch beobachtet und vom "Blitz" gegruesst! ;-)

Weiter ging es ueber ein Hochplateau eingerahmt von Vulkkanketten zu einem Salzsee, der Salar de Chalviri. Hier konnte man in heissen Quellen baden, was auch alle bis auf Joe taten. Doch bei allen schlug auch nach dem Bad der Kreislauf zu. Weiter durch das Altiplano fuhren wir ueber einen 5000 Meter-Pass zu dampfenden und sprudelnden nach Schwefel stinkenden Quellen. Ein Vilkan brutzelte unter uns.


Nach einer kurzen Abfahrt erreichten wir unser Hotel auf 4300 Metern. Es lag am Rande einer riesigen Ebene, in der Naehe der Laguna Colorado, die wir nach einer laengeren Entspannungs- und Teepause noch besuchen sollten. Die Laguna Colorado war rosafarben und war wie alle anderen Lagunen Heimat ettlicher Flamengos.
Kurz vor der Rueckfahrt ging es Simon immer schlechter. Die Hoehenkrankheit sollte ihn erwischen. Nach der Ankunft in unserem wirklich gutem Hostel (6er Dorm), war dann auch die Bettruhe eingeleutet. Die drei uebrigen Stadtmusikanten assen noch lecker zu Abend und umsorgten Simon. Doch dieser war nicht der Einzige, dem es schlecht ging. Die Toilette hatte Hochkonjunktur. Wobei man auch nicht immer wusste, ob es die betrunkenen Fahrer waren, die sich ihrem Bier entledigten.
Tag 2:
Gegen 8.00 Uhr ging es weiter. Wir waren alle ein wenig muede, weil die Luftknappheit uns zur Atemnot trieb und uns immer wieder aus dem Schlaf riss. Simon ging es ein bisschen besser, doch wie gesagt, nur ein bisschen. Er bekam den Beifahrersitz zugesprochen.

Ueber ein weiteres Hochplateau fuhren wir eine Weile zur Arbol de Piedra, einem Stein, der einem Baum aehnelt. Natuerlich gab es hier noch andere wilde Steinformationen, die inmitten einer leeren Ebene standen. Die Landschaft war schon wunderschoen. Ueberall Vulkankegel entlang der Ebenen, auf denen die Wolken ihre Schatten hinterliessen.

Arbol de Piedra

Ueber eine schmale Schlucht, in der wir einen kleinen Fuchs beobachteten, gelangten wir an weitere Lagunen, an denen wir kurze Aussteige machten und auch Mittag assen. Das Essen war auf dieser Reise das Beste, einmal Nudeln, dann wieder Reis mit Thunfisch und immer Salate.

An riesigen und auch noch aktiven Vulkanen vorbei, ging es weitere Hoehenmeter hinunter. Simon ging es nun immer besser. Nach einem kurzen Hagelschauer erreichten wir eine riesige Salzflaeche, die sich immer weiter oeffnete. Und waehrend ihr daheim in Ganderkesee Fasching gefeiert habt, feierten wir in einem kleinen Dorf Karneval. Es war ein Besaeufnis, bei dem das ganze Dorf wie ausgestorben war, da sich alle in einem Hinterhof zu unmelodischen Trompeten- und Trillerpfeiffentoenen tanzend in Trance soffen. Als Verkleidungen dienten Pfanzenbuendel und Blumen. Naechstes Jahr sind wir dann lieber wieder beim Fasching dabei!

Karneval in Bolivien

Nach einiger Weile erreichten wir gegen 17.00 Uhr unser an einem Hang gelegene Salzhotel, kurz vor der Salar de Uyuni. Man konnte sie schon erahnen. Es bestand, wie der Name schon verraet, nur aus Salz. Zudem hatten wir eigene Zimmer, erneut ein sehr gutes Abendessen mit Wein und einen wunderbaren Schlaf nach den Anstrengungen der letzten beiden Tage.

Zu erwaehnen sind dann natuerlich noch die Englaender einer Reisgruppe, die rauchend in das Hotel stuermten, das Salz vollaschten und abends solange Trinkspiele spielten, dass einige von ihnen sich wieder uebergeben mussten...und das in einer Hoehe von mittlerweile "nur" noch 3600 Metern.

Tag 3:

Wir brauchten nicht lange, bis wir die endlose Weite der Salar de Uyuni erreicht hatten. Die Fahrt durch das in den Augen brennende Weiss dauerte bestimmt eine Stunde, bis wir mitten in dieser Salzwueste eine mit Kaktenen uebersaeumte Insel erreichten.

Salar de Uyuni

Nach einem Rundgang ueber die Selbige, fuhren wir weiter nach Osten. Nach einer Weile konnte man die umliegenden Berge nur noch teilweise sehen und als Hoehepunkt stand hier der Salzsee auch unter Wasser. Diese etwa ein Zentimeter Wasserschicht hatte zur Folge, dass sich Berge und Wolken und natuerlich auch wir uns selbst in dieser Weite spiegelten. Es war schon atemberaubend. Daher brauchten wir auch eine geraume Zeit, um uns auf Bildern zu verewigen.






Nachdem wir den Salzsee dann doch noch einmal durchquert und das Festland wieder erreicht hatten, machten wir erst einmal eine kleine Mittagspause in einem Dorf. Man muss diesen Reisveranstalter einfach mal loben. Eine halbe Stunde vor Ankunft in Uyuni gab es noch einmal Mittagessen. Und unsere Fahrer waren zwar oft betrunken, aber nur abends. Irgendwann gegen 14.00 Uhr erreichten wir dann Uyuni.

Saturday, February 21, 2009

Auf Wiedersehen San Pedro - 21.02.09

Heute wollten wir noch einmal ein wenig entspannen und die Dinge mit Simon sehen, die wir teilweise auf der Fahrradtour schon gesehen hatten. Also machten wir nach einer etwas laengeren Siesta eine organisierte Tour zu den sehenswerten Dingen in der Umgebung.

In vier Stunden klapperten wir in Touri-Manier das Valle de la Muerte und das Valle de la Luna ab. Im Ersteren befand sich eingebettet in einer Schlucht eine riesige Sandduene, im Letzteren beobachteten wir nach einer kleinen Hoehlentour und den Tres Marias (Steinskulpturen) den Sonnenuntergang. Das sollte es dann heute nach einem letzten Abend in einem Innenhof eines Restaurants mit Blick in diesen unglaublichen Sternenhimmel auch schon gewesen sein. Schliesslich mussten wir morgen fit fuer die Ueberlandfahrt nach Uyuni sein. Die 5000-Metermarke sollte geknackt werden.

Friday, February 20, 2009

Empfangskomitee fuer Simon - 20.02.09

Waehrend Joe und die Maedels ihre Fahrradtour genossen, sass Simon schon wieder im Bus. Das diese Fahrt die laengste seines Lebens werden sollte wusste er zu diesem Zeitpunkt noch nicht. 18 Stundensollte sie dauern. Sollte. Die ersten Eindruecke dieses Landes waren beeindruckend.

Wenn man nach Chile reist, dann rechnet man wohl nicht mit einem ganz armen Land, aber was man dann tatsaechlich vorfindet, dass wird die meisten doch ueberraschen. So ist das Bussystem nahezu perfekt. Sie fahren ueberall und regelmaessig und das Buchungssystem verbluefft. Man kann hier Sitzplatzreservierungen fuer einzelne Streckenabschnitte online vornehmen und alles ist extrem durchstrukturiert und puenktlich. Die Busse sind super bequem, so dass sogar Simon seinen Schlaf findet, der sonst nicht mal im Flieger zur Ruhe kommt. Die Sitze lassen sich fast in Betten verwandeln. Traumhaft.

Die Strassen, auf denen es in Richtung San Pedro ging waren sehr gut ausgebaut und man kann sagen. Ja. Es war fast wie zu hause. Naja. Es war natuerlich viel waermer, aber sonst. Die Menschen hier sind laengst nicht so aufdringlich und penetrant wie in Asien. Sie gucken schon, was das Bleichgesicht in ihrem Land macht, aber sie sind sehr aufgeschlossen, freundlich und zuvorkommend. Man fuehlt sich einfach sofort wohl hier.

Nach einer Weile fragt Simon doch noch mal, wie lang die Fahrt denn dauern sollte, da es ihm schon etwas komisch vorkam. Diesmal gab es die Antwort sogar auf englisch: 23 Stunden. OK. Das sass! Aber nun hatte er wenigstens Klarheit. Oder? Nach 23 Stunden war der Bus immernoch nicht in San Pedro, sondern waehrend einer "kurzen" Pause verschwunden. Mal kurz weg. Wohin? Man weiss es nicht. Irgendwann kam er dann wieder und die Fahrt wurde wieder aufgenommen. Fuer weitere 2 Stunden. Puh.

Das "Empfangskomitee" war auch schon wieder abgerueckt, aber mit seinen "herausragenden" Spanischkentnissen ;-) war Simon schnell im richtigen Hostel und waehrend er den Herbergsvater noch nach seinen Amigos fragte, erblickte er diese auch schon im Innenhof. Am chillen. RRiiiischtisch! Wie haette es auch anders sein sollen. Die Kniffelwuerfel lagen auf dem Tisch, aber an dieser Stelle sei gesagt, da war kein Alkohol. Noch nicht! ;-) Joe und Simon liessen es sich nicht nehmen, die Widervereinigung mit einem kuehlen Bierchen im schattigen Innenhof zu begiessen. Der Ort war dann auch schnell erkundet. Und ebensoschnell liessen wir den Abend ausklingen.

Thursday, February 19, 2009

Ein weiterer Ruhetag - 19.02.09

Nichts Neues aus San Pedro. Janin ist wieder gesund, Sabrinas und meine Kopfschmerzen sind weg, die Luftknappheit weaehrend des Schlafens ist aber noch teilweise spuerbar. Dies aeussert sich, indem man aus dem Tiefschlaf gerissen wird und eine leichte Atemnot verspuert. Aber wir haben noch weitere drei Naechte hier, um uns fuer die 5000er Paesse auf dem Weg nach Bolivien zu aklimatisieren. Fuer Simon hab ich dann ein paar Tabletten griffbereit;-)

Gegen 16.00 Uhr sollte der Ruhetag dann beendet sein. Eigentlich wollten wir mit dem Fahhrad ein wenig umherradeln. Doch die Entfernungen zu den umliegenden Taelern im Norden unterschaetzten wir gandenlos. Zuerst fuhren wir die Strasse nach Calama entlang. Kurz hinter dem Verlassen des Ortes stieg die Strasse mit bestimmt 15% an.

Eine kleine Rast auf dem Weg nach oben

Sicherlich war die Durchquerung eines wunderschoenen Tals mit unglaublichen Sandsteinformationen eine kleine Entschaedigung, doch die Sonne machte die Auffahrt unertraeglich. Zeitweise dachte ich ans Aufgeben. Und immer hinter einer Kurve versteckte sich ein weiterer Anstieg. Irgendwann kamen wir dann nach einigen Pausen oberhalb des Valle de la Luna an. Zu unseren Fuessen lag eine Mondlandschaft, dahinter die Weite der Atacamatiefebene.

Valle de la Luna von oben

Doch nun wollte ich auch noch weiter zum Valle der la Muerte. Es ging nochmals Bergauf. Wir verliessen die Strasse und fuhren auf Schotter querfeldein. Das Valle de la Muerte war zwar in Sichtweite, doch die Entfernung schien zu lang. Schliesslich wollten wir noch in das Valle de la Muerte, um den Sonnenuntergang zu sehen. Dennoch machten wir erst einmal eine Pause in dieser unendlichen Stille, ehe es downhill zueruck zur Hauptstrasse ging. Die schnelle Abfahrt war natuerlich eine weitere Erholungspause.

Endlose Leere


Downhill




Ohne Worte

Kurz vor San Pedro bogen wir ab und fuhren parallel zu den Sandsteinformationen auf einer endlos scheinenden Strasse gen Westen. Nach sieben Kilometern Asphalt folgten sieben Kilometer Schotterpiste. Das Schlimme daran war, dass der Gegenwind immer staerker wurde und sich eine leichte Steigung waehrend des zweiten Teilabschnitts einschlich. Am Eingang des Valle de la Luna dann die Ernuechterung: Der folgende Ansteig zwang uns zum Schieben. Und erneut: hinter jeden Kurve ein weiterer Anstieg. Nach endlosen Qualen erreichten wir dann das Amphietheater, eine Duene, von der man in die umliegenden Mondlandschaften schauen konnte. Ohne Wasser und ausgetrocknet krochen wir die Duene hinauf. Oben angekommen dann die Ernuechterung: Die Sonne war leider schon untergegangen.

Die Ueberreste eines wunderschoenen Sonnenuntergangs

Die Rueckfahrt durch die Nacht war nicht angenehmer. Waehrend die Schotterpiste leicht abschuessig war, wurde die Strasse zur erneuten Qual. Gluecklicherweise hatten wir eine Headlamp dabei, die ich mir auch gleich aufschnallte. Ansonsten haette man hier gar nichts gesehne, ausser die sagenhafte Milchstrasse, die den ganzen Himmel spaltete. Dennoch bekam ich noch eine zweite Luft, was wir so einigen Aerger einbrachte: Joe...warte, wir sehen nichts mehr.
Gegen 21.30 Uhr waren wir dann wieder zurueck im Hotel. Die Beine und der Hintern schmerzten. Dennoch setzten wir uns noch eine Weile in den Innehof und liessen den Tag Revue passieren, natuerlich bei einem Wein.

Ab sofort macht der Titel auch Sinn

...denn Simon ist soeben in Santiago angekommen und sitzt im schaebigsten Internetcafe der Welt. Der Schweiss trieft, aber so muss es sein...

Back on track!

Setz mich auch sofort in den Bus und fahr Richtung San Pedro de Atacama, um mich mit dem Rest zu treffen. 20 Stunden Busfahrt! Yeah! Ich freu mich.

Wednesday, February 18, 2009

San Pedro de Atacama - 18.02.09

Heute passierte nicht wirklich viel. Wir mussten natuerlich morgens erst einmal unser Zimmer gegen ein Dorm austauschen. Am Nachmittag vertrieben wir uns ein wenig die Zeit im Internet, die Maedels natuerlich auch noch mit einer Shoppingtour.


Was dann geschah, erlebt man als Tourist vermutlich nur einmal in seinem Leben. Wolken zogen auf und es fing tatsaechlich an zu regnen, zwar nur eine knappe Stunde, aber es regnete. Es waren die Regenwolken aus dem bolivianischem Tiefland, die hier herueber zogen. Verrueckte Welt. Obowohl hier gerade Sommer ist, ist es frischer als im chilenischen Winter, und die Vulkane tragen hier gerade Schnee.


Eigentlich wollten die Maedels dann heute Abend noch kochen. Letztendlich endeten wir bei Pasta in einem Restaurant - das Lamafilet in der Fleischerei war wohl schon dunkelrot. Den Abend liessen wir mit einem leckeren chilenischen Wein und zwei schweizer Eidgenoessinnen ausklingen.

Quer ueber die Anden nach Chile - 17.02.09

Heute ging es nach einer sehr kurzen und unruhigten Nacht weiter mit dem Bus in Richtung Chile. Nun also sollten die Hoehepunkte der Reise im Tagesrhythmus folgen. Nachdem wir alle Sachen zusammengesammelt hatten, das Steak lag uebrigens immer noch im Bauch, machten wir uns mit dem Taxi auf den Weg zum Busbahnhof. Mit dem Laufen hatten wir heute Morgen noch so das eine oder andere Probleme. Um 7.00 Uhr fuhren wir erst in Richtung Norden entlang der Andenhaenge nach Juijui.

Anschliessend aber stand die Andendurchquerung bis nach Chile bevor. Kurz hinter einer mir altbekannten Kreuzung, wo einst Indios mich eine ganze Nacht an der Weiterfahrt gehindert hatten, tauchten wir ein in eine der schoensten Canyons hier in Suedamerika, dem Humahuaca Canyon. Er ist als Teil des Inka-Pfades zum Weltkulturerbe ernannt worden und verbindet das Tiefland mit dem Altiplano. Die Strasse schraubte sich nun also auf einer Laenge von gut 100 Kilometern an bizarren und bunten Felsformationen vorbei von etwa 1000 auf ueber 3500 Hoehenmetern hinauf.


Humahuaca Canyon

Nachdem wir die Passhoehe ueberquert hatten, fuhren wir wieder einige hundert Hoehenmeter hinab auf die andine Hochebene. Hier durchquerten wir einen uebersichtlichen Salzsee und die "Huegellandschaft" des Altiplano.

Salzsee

In der Folgezeit fuhren wir ueber zwei riesige und vor allem kahle Hochebenen, die sehr stark dem tibetanischen Hochland glichen. Die Strasse schien kaum enden zu wollen. Doch die Schattenspiele der Wolken auf den Berghaengen und die endlose Weite waren sehr beeindruckend.





Altiplano

Irgendwann nach scheinbar endloser Fahrt erreichten wir gegen 14.00 Uhr die argentinische Grenze. Waehrend der Passabfertigung ging es Janin nicht so gut. Ob es nun die Magenprobleme von gestern oder die Hoehe war, ich lief erst einmal los und besorgte Kokatee und Kokablaetter. Die Einheimischen meinten nun einmal, dass es helfen wuerde, obwohl ich immer noch glaube, dass es ein Placebo ist. Die Kokablaetter drueckte ich kurz vor der chilenischen Grenze noch dem Busfahrer in die Hand. Ich wollte nicht gerade wegen Drogenschmuggel meine Reise beenden.

Nachdem wir noch zwei Lagunen passiert hatten, ueberquerten wir eine letzte Vulkankette und fuhren in die Salzpfanne der Atacamawueste hinab. Obwohl es von der argentinischen Grenze bis kurz vor dieser Abfahrt noch aus tief dunklen Wolken schneite, schien ueber der Salzwueste der Atacama die Sonne. Kein Wunder, dass dies mit ein bis drei der trockenste Ort der Wert ist. Kurz vor San Pedro mussten wir dann noch bei der chilenischen Abfertigung unsere Koffer auspacken. Dann ging es aber endlich zu Fuss in den Ort.

Leider fanden wir erst nach knapp zwei Stunden ein Zimmer, und das nach neun Stunden Busfahrt. Dieses Doerfchen hat sich naemlich in den letzten zwei Jahren dermassen zu einem Touristenkaff veraendert, dass nahezu alles ausgebucht war. Zudem zahlten wir satte 23 Euro pro Kopf. Daher machten Sabrina und ich uns nach einem kleinen Sandstrum auch sofort auf die Suche nach Alternativen.

Sandsturm in San Pedro

Reservieren konnte man nichts, da jedes Hostel sicher war, morgen wieder ausgebucht zu sein. Dennoch fanden wir einen Dorm fuer immer noch 10 Euro, der uns fuer morgen zugesichert wurde. Janin blieb den ganzen Abend auf dem Zimmer, um sich ein wenig zu erholen. Wir assen in einem netten Innenhof noch eine Riesenpizza und tranken spaeter in einer Kneipe noch einen Pisco.

Monday, February 16, 2009

Salta - 16.02.09

Heute wollten wir es einmal geruhsamer angehen lassen. Gegen 11.00 Uhr liefen wir, nachdem wir so richtig lange geschlafen hatten, quer durch die Stadt, besorgten uns Nachschub in Sachen Geld und stoeberten durch ein paar Geschaefte. Das Problem hier in Argentinien ist, dass nicht alle Banken Visa und Maestro moegen, und schon gar nicht die Karten der Maedels.
Salta

Nach einem leckeren Mal in einem Schnellimbiss, es gab wie so oft hier Sandwiches, gingen wir zueruck ins Hostel. Der Kreislauf von Janin mochte die schwuele Hitze hier nicht so gerne. Deshalb mussten Sabrina und ich dann auch alleine mit der Seilbahn auf den Hausberg von Salta fahren. Mit einem Deutschen tranken wir dort oben noch ein Bierchen, bevor es zurueck ins Hostel ging.

Oh, oh, Regen im Anmarsch!

Am spaeten Nachmittag gingen wir allesamt nochmal in die Innenstadt, besichtigten die Kathedrale und setzten uns an die Plaza. Dort beobachteten wir erst einmal die Autofahrer, die im Vorbeifahren ihren Blick gen Kirche richteten und sich bekreuzigten.

Kathedrale

Am Abend gab es dann noch ein Barbecue mit endlos vielen Steak und Salaten. Bis Mitternacht unterhielten wir uns noch mit Israelis bei einem Wein ueber die politische Lage. Interessant war, dass sie nun auch kaum mehr nach Bolivien und Venezuela hineinkommen - Gruesse von Morales und Chavez an die Amerikaner.

Sunday, February 15, 2009

Noch so eine Busfahrt - 14./15.02.09

Heute frueh sollte es schon weiter in Richtung Norden gehen. Eigentlich wollten wir in La Rioja, acht Stunden von hier, auf dem Weg nach Salta einen Zwischenstop einlegen. Doch es kommt wie immer nicht so, wie man denkt. Dennoch setzten wir uns gegen 8.30 Uhr erst einmal in den Bus nach La Rioja. Ueber die Fahrt gibt es eigentlich nicht viel zu berichten. Wir hatten einmal mehr unsere Liegesessel. Und somit fuhren wir am Fusse der Anden in Richtung Norden.

Die Landschaft war, nachdem wir die Oase um Mendoza verlassen hatten, genau so karg wie die Anden. Es ging durch steppenartige Buschlandschaften, zur Linken die erste Andenkordillere, zur Rechten eine endlose Weite. Nachdem wir zwei weitere Oasen durchquert hatten, in der ebenfalls Wein angebaut wurde, ging es weiter Richtung Nordosten.

Nun schoben sich riesige Gebirgsketten zwischen uns und die Anden, die sich mitten in der Ebene aus dem Boden hervorstiessen. Bis nach La Rioja das gleiche Bild: es war eine sagenhafte Weite, die Arizona oder dem Outback aehnelte, selten von kleinen Oasen und noch kleineren Siedlungen durchzogen.

Unendliche Weite den ganzen Tag

La Rioja am Fusse eines Berghanges inmitten der unendlichen Weite erreichten wir gegen 17.00 Uhr. Wie im Lonely Planet stand, wurde hier von 12.00 - 17.00 Uhr die Siesta ausgeuebt. Eigentlich war es demnach genau der richtige Zeitpunkt in diesem Ort anzukomen. Doch dem war nicht so. Hier war der Hund begraben. Also ueberlegten wir uns, wie wir weiter verfahren sollten.

Letztendlich wollten die Maedels unbedingt weiterfahren und zwar bis nach Salta im aeussersten Norden Argentiniens. Es warteten somit weitere 10 Stunden Busfahrt auf uns. Der Bus sollte zudem erst um 21.15 Uhr abfahren. Wie sich spaeter herausstellen sollte, hatte dieser auch noch eine knappe Stunde Verspaetung.

Nun setzten wir uns vor den Busbahnhof, tranken Bier und Kniffelten. Ich hab die Maedels uebrigens gnadenlos geschlagen. Die Busfahrt war wieder so ein Hoellenritt einer schlaflosen Nacht. Vier Stunden Schlaf sollten diesmal genuegen. Was uns dann am naechsten Morgen erwartete, munterte uns dann wieder ein wenig auf. Waehrend des Sonnenaufgangs kurz hinter Tucuman fuhren wir durch ein wunderschoenes bergiges und bewaldetes Gebiet. An den Haengen loeste sich gerade der Morgentau und im Hintergrund sah man die schneebedeckten Andenhaenge.

Salta, sich in einem Talkessel befindend, erreichten wir gegen 9.00 Uhr morgens. Wir liessen uns gleich vom naechstbesten Schlepper ein Hostel andrehen. Die Preise stimmten, die Taxifahrt war umsonst und wie sich spaeter herausstellen sollte, war das Hostel einsame Spitze: Stadtnah, geraeumige Zimmer und ein kleiner Innenhof mit alltaeglichem Barbecue.

Die Maedels liess ich erst einmal mit Stadtplan in die Fussgaengerzone. Ich machte mir einen ruhigen Vormittag mit anderen Travellern im Hostel, bevor wir dann gegen 15.00 Uhr uns auf den Weg machten, ein Restaurant mit Riesensteaks zu finden. Daraus wurde leider nichts. 400 Gramm waren zwar auch lecker, aber auch nicht die erhofften 800 Gramm pures Fleisch.

Anschliessend mussten wir wieder zum Busbahnhof, weil die Agentur, die nach San Pedro de Atacama fahren sollte, erst um 17.00 Uhr aufmachen sollte. Wir hatten erfahren, dass die Busse oftmals ueberfuellt seien. Nun sind wir also auf der Hauptreiseroute fuer Backpacker angekommen. Als dann um 18.00 Uhr aufgemacht wurde, bekamen wir drei der letzten fuenf Plaetze fuer die Dienstagfahrt. Und hinter uns standen noch weitere Traveler. Ein Glueck, haetten wir sonst bis Freitag in Salta bleiben muessen. Abends spielten wir dann noch eine gemuetliche Kniffelrunde bei einem Bier im Innenhof unseres Hostels.

Thursday, February 12, 2009

Transcontinental - 12./13.02.09

Obwohl der gestrige Abend doch ein wenig spaeter wurde, mussten wir um 10.00 Uhr aus unserem Zimmer raus. Nach dem mageren Fruehstueck wollten wir uns noch "La Boca" anschauen, ein Arbeiterviertel von Buenos Aires, bekannt fuer Tango, die Boca Juniors und bunte Haeuser.

Letztere wollten wir aufsuchen. Allerdings hatten wir anfangs Probleme im Bus zu bezahlen, da alles nur mit Muenzen funktionierte. Eine Einheimische half uns dann weiter. Eigentlich ein wenig peinlich. Die "reichen" Touris werden von Argentinern unterstuetzt, die eine Finanzkrise nach der anderen erleben.

La Boca erreichten wir nach etwa 30 Minuten. Gelohnt hat sich die Fahrt nicht. Zwei Strassenzuege bunter Haeuser und alles auf den Kreuzfahrttouristen ausgelegt. Dementsprechend liefen hier auch die Japaner mit ihren neuesten Kamaramodellen umher.

La Boca...


...wohl doch eher eine Enttaeuschung!

Weil wir Kleingeld fuer die Rueckfahrt benoetigen machten wir uns auf die Suche nach Wechselgeld. Doch keiner konnte uns weiterhelfen. An einer unbelebteren Strassenecke wurden wir von einem Polizisten hoeflichst darauf hingewiesen, dass es nicht clever sein, weiter zu laufen. Letztendlich half uns ein betuchter Argentinier aus der Patsche.

Zurueck im Hotel hatten wir noch ein wenig Zeit uns auf die 15-stuendige Busfahrt vorzubereiten. Es sollten quer ueber den suedamerikanischen Kontinent nach Mendoza gehen. 1100 Kilometer lagen bis an die chilenische Grenze vor uns. Gegen 15.00 Uhr fuhren wir dann mit dem Taxi noch einmal durch diese Megacity, natuerlich auch noch einmal ueber die breiteste Strasse der Welt.

Um 16.00 uhr ging es dann los in Richtung Westen. Wir brauchten eine halbe Ewigkeit, bis wir die Vororte von Buenos Aires verlassen hatten. Bis in die Abenddaemmerung passierten wir endlose Sojafelder, die durch Bauminseln zerpflueckt waren.

Nervig an den argentinischen Busunternehmen war, dass es keine Direktbusse gab. Zu viel Konkurrenz fuehrt einfach dazu, dass in jedem kleinen Ort angehalten wird, um den Bus aufzufuellen. Gegen 23.00 Uhr hielten wir erneut an einem Busbahnhof. Allerdings gab es nun in einem Restaurant das im Reisepreis enthaltene Huehnchenfilet mit Reis.

Die Nacht wurde zur Qual. Sabrina und ich konnten kaum schlafen. Wir stiegen bei jedem Halt aus, um uns die Beine zu vertreten. Um 6.00 Uhr ging dann endlich die Sonne auf. Abwechselung versprach die Landschaft allerdings keinesfalls. Wir fuhren durch eine endlose Buschsteppe, die Auslaeufer der suedlich gelegenen Pampa.

Nach weiteren zwei Stunden Fahrt erreichten wir riesige Weinanbaugebiete, durchzogen von Pappeln, ein Zeichen dafuer, dass wir uns der Weinhauptstadt Argentiniens naeherten: Mendoza an den Fuessen der Anden.

Gegen 9.00 Uhr (es wurden also doch 16 Stunden/+1 Stunde Zeitverschiebung) erreichten wir dann den Busbahnhof in Mendoza, wo uns auch gleich ein Herbergsvater uns in sein Hostel einlud. Nachdem wir noch Geld abgehoben hatten und die Bustickets fuer Morgen nach La Rioja gebucht hatten, gingen wir dieser Einladung nach.

Das Hostel war ein wenig heruntergekommen. Es war zugleich der Wohnbereich einer grossen Familie. Wir teilten uns sozusagen das Wohnzimmer mit ihnen. Gegen 11.00 Uhr wollten wir gleich ohne zu schlafen die Stadt besichtigen, weil wir heute Nachmittag eigentlich eine Weinverkoestigung machen wollten. Doch unser Hostelbesitzer meinte, dass es spaeter viel zu heiss dafuer sei. Also schnallten wir gegen 12.00 Uhr Fahrraeder auf das Dach eines in die Jahre gekommenen Jeeps und fuhren in einen Vorort von Mendoza.

Der erste Halt war die groesste Weinfirma Mendozas. Nach einer Fuehrung und einer Weinprobe (es waren nur zwei Glaeser...wir mussten schliesslich noch Fahrrad fahren) fuhren wir mit dem Sohn des Hostelbesizters 20 Minuten mit dem Fahrrad durch diesen Vorort zu einem zweiten Weingut. Im Endeffekt war es genau das Gleiche, nur dass dieses Gut gemuetlicher und kolonialer aufgebaut war.

Wein in Hectolitern...



Alles in Allem war diese Tour nichts Besonderes. Vier Weine, zwei Produktionsablaeufe und eine kleine Fahrradtour in praller Hitze. Zudem mussten wir eine geraume Zeit mit Warten verbringen, ob es nun die Fuehrungen waren oder unser Jeep, der am Ende der Tour nicht kam.

Zurueck in Mendoza gegen 16.00 Uhr, gingen wir gleich in die Stadt. Nach einem Riesenburger waren wir allerdings dermassen erschlagen, dass wir nur noch eine kleine Stadtdurchquerung vornahmen. Eigentlich eilten wir von Parkbank zu Parkbank.

Abends setzten wir uns dann noch mit einem Bierchen in den Innenhof unseres Hostels, bis um 10.00 Uhr die Lichter ausgingen.

Wednesday, February 11, 2009

Kleine Planaenderung...

Anstatt von Mendoza nach Santiago de Chile und von dort aus weiter nach San Pedro de Atacama zu fahren, geht es nun von Mendoza in den Nordwesten von Argentinien. Ueber La Rioja fahren wir nach Salta, um von dort die Grenze nach Chile zu ueberqueren. Weshalb machen wir das Ganze: Die Landschaften sind einfach schoener. Und natuerlich haben wir mit La Rioja noch ein weiteres Weinanbaugebiet in unser Programm aufgenommen. Den Simon treffen wir dann in San Pedro de Atacama...

Buenoes Aires - 11.02.09

Da wir morgen Nachmittag schon weiter nach Mendoza fahren wollten, musste diese 13 Millionen Metropole Buenos Aires an einem Tag erkundet werden. Wir hatten uns extra einen Stadtrundgang entworfen, der das ganze Zentrum abdeckte. Zu Laufen waren zehn Kilometer aufwaerts...und die Maedels in Flip Flops!
Gegen 9.00 Uhr machten wir uns auf den Weg von unserem Hostel, das bei dem Parlament lag, ueber die Avenida de Mayo zum Plaza de Mayo. Hier befindet sich der Praesidentenpalast "Casa Rosada", wo Evita ihre Reden vom Balkon gehalten hat.

Plaza de Mayo

Weiter ging es an der Basilica de San Francisco vorbei in den Sueden. Hier lag das Viertel San Telmo, ein verschlafener "Ort" im Kolonialstil, in dem angeblich der Tango erfunden wurde. Anschliessend ging es zurueck in den Norden, an der Plaza de Mayo vorbei, die Avenida Leandro N Alem hinunter zum Galerias-Pacifico Einkaufszentrum. Hier gab es riesige Deckenmalereien. Dieser Teil der Stadt war sozusagen Downtown, Hochhaeuser wechselten sich mit aelteren Prachtbauten ab.

Ueber die Fussgaengerzone der Avenida Florida liefen wir zurueck zur Plaza de Mayo, wo wir kurz einer Messe in der Kathedrale zuschauten. Anschliessend folgte eines der Highlights von Buenos Aires. Wir liefen zur Plaza de la Republica. Hier befand sich ein riesiger Obelisk. Auf beiden Seiten verlief die Avenida des 9. Juli, eine beidseitig ungefaehr zehnspurig verlaufende Strasse, die die Stadt durchzog. Sie gilt als breiteste Strasse der Welt.

Avenida 9 de Julio

Obelisco aus einer Seitenstrasse

Am Theaterviertel vorbei ging es mit einem kleinen Abstecher zum Parlament zurueck zum Hotel, wo wir uns erst einmal nach dieser sechsstuendigen Wanderung durch diese beeindruckende Stadt erholten.

Parlament

Am spaeteren Nachmittag assen wir noch eine Fleischplatte in unserem Stammlokal, schauten hier Frankreich gegen Argentinien, kuemmerten uns um unsere Verwandtschaft, bis wir uns mit einem kleinen Weinchen in den Innenhof unseres Hostels zurueckzogen. Der Abend endete in der Kneipe auf der Dachterasse. Sabrina war allerdings schon lange am Schafezaehlen.

Buenos Aires wir kommen - 10.02.09

Gegen 6.30 Uhr ging es aus der Koje, schliesslich mussten wir recht zeitig zum Busbahnhof. Wir hatten nicht wirklich in Erfahrung bringen koennen, wann die Busse nach Buenos Aires abfahren sollten. Also machten wir uns besser frueh auf den Weg, um nicht noch einen Tag laenger hier verbringen zu muessen.
Mit dem Taxi am Busbahnhof angekommen, war das preiswerte Paket leider schon ausgebucht. Also mussten wir ein bisschen draufzahlen, satte 30 Euro all inclusive. Doch fuenf Minuten spaeter sassen wir dafuer auch schon im Bus. Dieser fuhr zwei Stunden bis kurz vor 10.00 Uhr nach Colonia. Die Fahrt nutzten wir, um uns noch ein wenig zu erholen. Schliesslich hatten wir nicht lange geschlafen und die Fahrt in Kuestennaehe hatte nicht viel zu bieten, Holzplantagen, Weide- und Ackerland.

In Colonia erledigten wir die Grenzformalitaeten, ehe unser Speedboot gegen 11.00 Uhr nach Buenos Aires ablegte. Die Ueberfahrt auf dem Parana dauerte eine Stunde und ist eigentlich nicht besonders erwaehnenswert. Diese Riesenbucht glich einem Meer. Somit sah man nicht viel mehr als Wasser.

In Buenos Aires angekommen, standen wir vor einem riesen Problem. Wir hatten leider noch kein einheimisches Geld. Daher konnten wir auch das Taxi vom Anleger ins Stadtzentrum nicht bezahlen. Also schnallten wir unsere Rucksaecke auf und liefen quer durch Buenos Aires Centro etwa vier Kilometer zu einem Hostel, das uns der Lonely Planet empfahl. Ein Gutes hatte dieser Kraftakt: Wir bekamen einen ersten Eindruck von dieser riesigen und auch beeindruckenden Stadt.

Nachdem wir das Hostel, das sich in einem alten kolonialem Hochhaus befand, erreicht hatten, tauschten wir erst einmal Geld und ruhten uns aus. Obwohl wir eigentlich sehr stadtnah am Parlament hausierten, konnten wir diese leider nicht mehr erkunden, da es ab 15.00 Uhr bis tief in die Nacht hinein in Stroemen gegossen hatte.

Wir schlugen uns die Zeit damit tod ersteinmal richtig Essen zu gehen. Die Maedels favorisierten natuerlich einmal mehr Pasta, bei mir musste ein Thunfisch dran glauben. Abends tranken wir noch einen Wein und spielten Kniffel auf dem Innenhof unseres Hostels. Zu guter Letzt musste die Bar auf der Dachterasse eines ueber uns gelegenen Hostels erforscht werden.

Monday, February 9, 2009

Montevideo - 09.02.09

Nachdem wir mal so richtig ausgeschlafen hatten, machten wir uns gegen 11.00 Uhr auf den Weg einen Laundryservice zu finden. Den Maedels ging die Waesche aus. Fruehstueck fiel heute flach. Ein Kaffee im Supermarkt sollte genuegen. Schliesslich wollten wir heute Mittag im Mercado del Puerto ein Steak essen. Und dafuer sollte man hier richtig hungrig sein.

Nachdem wir kurz ins Hotel zurueckgelaufen waren, um die Bootsfahrt nach Buenos Aires ueber die Rezeption zu reservieren (funktionierte leider nicht), brachte uns ein Taxi an den Hafen. Taxifahrten waren hier sehr guenstig, weshalb uns bei dieser Hitze auch ein knapper Kilometer schon zu viel war.

Der Mercado del Puerto am Hafen war ein kleine Markthalle, in der an verschiedenen Staenden Fleisch auf Holzkohle gegrillt wurde. Gleich vor diesen Grills konnte man an einem Granittresen alle moeglichen Leckereien ausprobieren. Wir mussten natuerlich mit dem obligatorischen Rueckensteak (Lomo) anfangen. Die halbe Menge (ca. 250 Gramm) zusammen mit Pommes und Salat (ca. 10 Euro) liess uns schon fast wie erschlagen nach dem Essen ueber den nahe gelegenen Markt stolpern. Anschliessend ging es durch die Fussgaengerzone der Altstadt, die auf einer Halbinsel liegt, zurueck zur Plaza Independencia und von dort uebers Internet zurueck ins Hotel. Eine kleine Siesta war von Noeten.

Altstadt


Fussgaengerzone

Plaza Independencia

Nachdem die Maedels die Waesche aus der Waescherei abgeholt hatten, machten wir uns mit einem Bier auf den Weg zum Leuchtturm. Diesmal schlenderten wir den Malecon entlang. Gegen 21.00 Uhr, als die Sonne untergegangen war, nahmen wir uns ein Taxi zurueck zum Hotel, assen noch einen Burger an einem Strassenstand und tranken auf unserem Zimmer noch ein Bierchen.

Sonnenuntergang auf dem Leuchtturm

Saturday, February 7, 2009

Busfahren bis zum Umfallen - 07./08.02.09

Nachdem wir noch einmal ausgiebig gefruhstueckt und unsere Sachen zusammen gepackt hatten, machten wir uns auf den Weg ins Internet. Gegen 13.00 Uhr nahmen wir dann den Local Bus zum Busbahnhof in Florianopolis Stadt. Wir stiegen allerdings schon in der Innestadt aus, um Geld fuer die sehr teure Busfahrt nach Montevideo abzuheben. 70 Euro sollte der 18stuendige Spass kosten.

Nachdem wir eingecheckt hatten, setzten wir uns noch einmal in die fast unertraegliche Hitze vor dem Busbahnhof. Wer weiss, wie die Wetterlage in Montevideo aussehen wird.

Um genau 16.30 Uhr, die Busse fahren hier uebrigens alle sehr puenktlich, machte sich unser Doppeldecker auf in Richtung Sueden. Wir fuhren weiter durch leicht welliges Gebiet in Kuestennahe an Weiden und Waldresten vorbei. Kurz vor der Daemmerung passierten wir grosse Seen, die sich weiter bis in den Sueden Brasiliens zogen.

Die Busfahrt war sehr angenehm. Wir machten zwar nur eine Pause gegen 22.00 Uhr, doch waren unsere Liegesessel gerade dafuer geschaffen, um sich entspannt der Nacht hinzugeben. Es liefen englischsprachige Filme. U.a. waehlte sich ein junges Maedchen "Resident Evil 3" aus. Soviel dazu. Nach dem Stop in Porto Alegre gegen Mitternacht gab es noch ein duerftiges Abendessen. Gegen 5.30 Uhr erreichten wir die Grenze. Die Formalitaeten wurden alle von unserem Busbegleiter abgewickelt, hatte er doch vor Fahrtantritt hierfuer unsere Paesse eingesammelt, damit wir in Ruhe durchschlafen konnten.

Nach dem Sonnenaufgang ging es durch den welligen, grasueberzogenen Norden Uruguays. Einzig und allein ein paar Bauminseln sorgten fuer Abwechselung. Nach und nach wurden die Waldflaechen ein wenig groesser und die Gegend ein wenig landwirtschaftlich genutzt. Auf den 300 Kilometern bis nach Montevideo passierten wir gerade einmal zwei Ortschaften. Viel ist hier im Land also nicht zu erleben. Aber wir sollten ja auch nur einen Bruchteil davon kennlernen.

Gegen 11.00 Uhr erreichten wir die Vororte von Montevideo. Wir waren erschrocken, wie dreckig diese Stadt war. Ueberall lagen Plastiktueten, die Muelltonnen waren gandenlos ueberfuellt. In der Stadt besserte sich die Lage ein wenig, doch sauber war es keinesfalls.

Vom Busbahnhof nahmen wir ein Taxi zur Plaza Independencia. Es ging durch enge Strassen mit riesigen Alleenbaeumen. Von der Plaza liefen wir auf der Suche nach einem Hostel durch die Altstadt. Nach einer geraumen Zeit wurden wir fuendig. In einem sehr altem Bauwerk kamen wir unter. Die Zimmerwaende waren mindestens vier Meter hoch, alte Dielen und Stuck schmueckten Boden und Decke.

Den Nachmittag verbrachten wir damit durch die Altstadt zu schlendern, in einem Strassencafe etwas zu essen und natuerlich eine Siesta zu machen. Die Stadt war wie ausgestorben. Alle Laeden waren geschlossen. Warum sollten dann gerade wir uns hier verausgaben?

Am fruehen Abend gingen wir mit einem kleinen Zwischenstopp an einer Biertankstelle an der Rambla den Hafen entlang zum "Leuchtturm" (besser: Stange mit Lampe). Dieser lag am Ende eines langen Wellenbrechers. Doch war dieser Ort gerade dazu gemacht den Sonnenuntergang ueber dem offenen Meer zu geniessen. Durch die Altstadt ging es zurueck zu unserem Hotel.

@Simon: Keine Sorge mein Freund...es warten andere Zeitern auf uns. Langsam werd ich ungeduldich!!!

Thursday, February 5, 2009

Florianopolis - 05./06.02.09

Endlich mal ein Tag, an dem wir ausschlafen konnten. Gegen 9.00 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Supermarkt und kauften Fruehstueck ein. Schliesslich hatten wir nun einmal eine Kueche, in der wir ein bisschen Brutzeln konnten.

Gegen 11.00 Uhr wagten wir es dann, an den Strand zu gehen. Doch die Sonne prallte so erbaermlich, dass ich die Maedels alleine am Strand lassen musste. Stattdessen machte ich mich auf den Weg den Ort ein wenig zu erkunden. Letztendlich versackte ich im Schatten einer Strandbar am Nachbarstrand unseres Ortes und trank ein Bierchen. Weiter ging es dann ueber nahe gelegene Felsen zurueck zum Hauptstrand, wo ich die beiden Frauen am Nachmittag im Internetcafe wiederfand.

Armacao


Nachbarstrand von Armacao


Nachdem wir uns kurz auf dem Zimmer erholt hatten, gingen wir erneut in die Bells Factory und tranken einmal mehr Caipi. Langsam wird es Zeit, dass wir Brasilien verlassen. Ansonsten wird man hier noch zum Alkoholiker. Es ging recht zeitig ins Bett, weil Sabrina ein wenig zu viel Sonne getankt hatte und ziemlich erschlagen war.

Das war auch der Grund dafuer, dass die Nacht zum Tage wurde. Kopfschmerzen und Hitzewallungen als Folge eines ausgiebigen Sonnenbades. Deshalb liessen wir den naechsten Tag auch ein wenig ruhiger angehen. Sabrina schlief ihre Kopfschmerzen aus, Janin und ich machten erst einmal Besorgungen im Supermarkt, gingen ins Internet und fruehstueckten.

Am spaeteren Nachmittag, gegen 13.00 Uhr!!!, gingen wir gemeinsam an den Nachbarstrand, setzten uns in den Schatten eines Restaurants oberhalb des Strandes und warteten darauf, dass die Sonne ein wenig an Staerke verlieren wuerde.

Kopf hoch, der Sommer kommt bald...Simon!

Am fruehen Abend lernten wir im Bells noch einen netten und vor allem englisch sprechenden Brasilianer kennen, der uns, nachdem wir in unserer Pousada Pasta gekocht hatten (die Maedels kochten, ich kam spaeter zum Essen nach - so muss es sein), am Strand noch mit seinen Gitarrenkuensten begeisterte.