Amazonien droht die Abholzung

Wird das Sch
icksal des brasilianischen Regenwaldes bald per Gesetz besiegelt? Seit Wochen streitet das Parlament in Brasilia über einen Entwurf zur Änderung des brasilianischen Forstgesetzes. Die entscheidende Abstimmung ist schon mehrfach verschoben worden und hat immer noch nicht stattgefunden. Umweltschützer protestieren weltweit gegen den Entwurf, der weitere Abholzungen per Gesetz erlauben würde. Die Änderung des bestehenden Waldnutzungs-gesetzes würde die großflächige Zerstörung eines der letzten großen Regenwaldgebiete besiegeln. Nach Schätzungen von Greenpeace wären über 30 Millionen Hektar des Amazonaswaldes, eine Fläche fast so groß wie Deutschland, unmittelbar bedroht.

Und deshalb seid ihr gefragt!

Nehmt an der Unterschriftenaktion gegen dieses Forstgesetz teil:

Saturday, March 21, 2009

Von Pisco und Lima - 19.03.09

Heute stand eine kurze Bootstour auf dem Programm. Die Ganztagestour war uns zu lang und klang auch nicht unbedingt spannend. Fuer Sabrina und Simon war es ein wenig hart, da sie nicht besonders viel Schlaf hatten und der Pisco noch an ihnen zerrte. Doch was solls: Wer saufen kann, der kann auch Bootfahren.

Nach kurzer Wartezeit vor dem Hotel wurden wir abgeholt und an den Ableger gebracht. Von hier aus ging es weiter ins Speedboot und ins Reich der Voegel. Wir wurden zu kleinen Inseln gebracht, die von Seeloewen und unzaehligen Guanoproduzenten bewohnt wurden. Guano war in frueheren Zeiten der Grund fuer die Spanier einen Krieg mit den Peruanern anzuzetteln. Es handelt sich hierbei weder um Oel, noch um Edelsteine. Es handelt sich kurz und knapp um den Kot der Voegel...klingt komisch, is aber so. Dieser Kot war vor der Erfindung von kuenstlichen Duengern ein aeusserst wertvolles Gut und kommt hier in rauhen Mengen vor.

Kormorane, Humboldpinguine und Pelikane tun bis heute ihr Bestes, um den Naturduenger zu produzieren. Fuer Touristen ist dies natuerlich der Grund, sich in dieses Terrain zu wagen. Eine so grosse Anzahl dieser faszinierendem Tiere auf einem Haufen gibt es sicher nicht besonders oft auf der Welt. Die Chance auf deren Anblick birgt allerdings auch ein kleines Risiko. Denn wo viele Voegel fliegen, da fliegt eben auch viel Guano. Wir hatten allerdings Glueck: Uns trafen nur ein paar Streifschuesse.
Das Revier der Guanoproduzenten


Ein faszinierender Anblick

Einzig und allein die Seeloewen sind unbeugsam und lassen sich auch trotz dauerbeschuss nicht aus diesem Revier vertreiben
Nachdem wir dem "sauren" Regen entkommen waren, brachte uns unser Speedboot noch zu einem interessanten Naturbild, dessen Herkunft sehr umstritten ist. So gehen einige Forscher davon aus, dass diese Zeichen aus der Inkazeit stammen koennten und Hinweise fuer Dritte gewesen sein koennten. Andere glauben an Aliens, die dafuer verantwortlich sind. Unglaeubige behaupten, dass diese Zeichen als Touristenattraktion mit Harken und Schaufeln in den Boden gemalt worden sind. Welche Variante die Glaubwuerdigste ist, dass sei jedem selbst ueberlassen.
Ein Zeichen der Inka, der Aliens, oder doch eines der Tourismusindustrie?
Zurueck am Anleger nahmen wir uns ein Taxi und fuhren zurueck nach Pisco. Hier angekommen checkten wir aus und assen noch eine Kleinigkeit, bevor wir uns zur Panamericana bringen liessen, um hier einen Bus anzuhalten. Diese fuhren hier im Zehn-Minuten-Takt vorbei. Wir hatten auch Glueck und erwischten promt einen, der uns sehr schnell und guenstig ans Ziel brachte - Lima. Gute vier Stunden ging es durch den wuestenhaften Kuestenstreifen. Ab und zu einmal eine Oase, dann mal wieder bergige Abschnitte...nicht unbedingt zu empfehlen.
In Lima waren wir uns zunaechst nicht ganz schluessig, in welchen Stadtteil wir uns begeben sollten. Die Preise waren vergleichsweise horrend und die wirren Informationen unseres Taxisfahrers brachten uns auch nicht weiter. Letzlich fanden wir ein kleines aber feines Hostel in Miraflores in der Naehe des Strandes. Der Geschaeftsfuehrer ist ein sehr netter, ruhiger und englisch sprechender Peruaner, der uns auf anhieb mochte und uns ein Dormzimmer fuer uns allein anbot.
Nachdem wir eingecheckt hatten, gingen wir noch ein wenig an der Promenade spazieren und genossen den Sonnenuntergang.

Ein Sonnenuntergang in Lima ist schoener als der andere!

Im Hostel fanden wir sofort einen Freund, dessen Namen wir natuerlich mal wieder bis heute nicht wissen. Er ist Amerikaner mit phillipinischen Wurzeln und spricht beeindruckend gut deutsch. Mit ihm gingen wir nach einem "Gute-Nacht-Drink" fuer die Maedels auf der wunderbaren Dachterasse auch noch auf Tour. Er kannte sich aus und zeigte uns eigentlich recht coole Laeden, die allerdings an diesem Donnerstag nicht unbedingt gut besucht waren. Dies stellte sich jedoch nicht als Problem dar, denn wir waren in Feierlaune und lernten zu guter letzt noch junge Kuenstler und Theaterangestellte kennen. Wir besuchten ihr Theater, bevor wir voellig erschoepft und muede zu Bett gingen.

1 comment:

Anonymous said...

Ich bekomm sooo Fernweh,wenn ich die Bilder sehe! :-) Liebe Grüße!!!