Amazonien droht die Abholzung

Wird das Sch
icksal des brasilianischen Regenwaldes bald per Gesetz besiegelt? Seit Wochen streitet das Parlament in Brasilia über einen Entwurf zur Änderung des brasilianischen Forstgesetzes. Die entscheidende Abstimmung ist schon mehrfach verschoben worden und hat immer noch nicht stattgefunden. Umweltschützer protestieren weltweit gegen den Entwurf, der weitere Abholzungen per Gesetz erlauben würde. Die Änderung des bestehenden Waldnutzungs-gesetzes würde die großflächige Zerstörung eines der letzten großen Regenwaldgebiete besiegeln. Nach Schätzungen von Greenpeace wären über 30 Millionen Hektar des Amazonaswaldes, eine Fläche fast so groß wie Deutschland, unmittelbar bedroht.

Und deshalb seid ihr gefragt!

Nehmt an der Unterschriftenaktion gegen dieses Forstgesetz teil:

Wednesday, February 25, 2009

Uyuni wir kommen - 22.-24.02.09

Tag 1:

Heute morgen um 8.00 Uhr sollte es losgehen, nach Bolivien. Doch zuerst fuhren wir die westliche Andenkette in Richtung Aregntinien hinauf, ehe wir auf dem 4600 Meterpass nach Norden abbogen. Nach 200 Metern Schotterpiste erreichten wir die bolivianische Grenze, ein kleines Haeuschen mitten im Nichts, umgeben von Bergen. Hier mussten wir unsere Grenzvormalitaeten erledigen, fruehstueckten und tauschten unseren Kleinbus gegen einen Jeep ein.
Mit einem irischen Paaerchen teilten wir uns zu sechst ein Gefaehrt. Nach der Abfahrt folgte ein Highlight nach dem Anderen. Zuerst fuhren wir eine Kilometer zur Laguna Verde. Diese lag zu Fuessen des fast 6000 Meter hohen Vulkan Llicancahur. Waehrend wir ein kleines Paeschen einlegten veraenderte sich die Wasserfarbe durch die Sonneneinstrahlung zu einem sagenhaften Tuerkis.

Laguna Verde


Alpacas haben wir auch beobachtet und vom "Blitz" gegruesst! ;-)

Weiter ging es ueber ein Hochplateau eingerahmt von Vulkkanketten zu einem Salzsee, der Salar de Chalviri. Hier konnte man in heissen Quellen baden, was auch alle bis auf Joe taten. Doch bei allen schlug auch nach dem Bad der Kreislauf zu. Weiter durch das Altiplano fuhren wir ueber einen 5000 Meter-Pass zu dampfenden und sprudelnden nach Schwefel stinkenden Quellen. Ein Vilkan brutzelte unter uns.


Nach einer kurzen Abfahrt erreichten wir unser Hotel auf 4300 Metern. Es lag am Rande einer riesigen Ebene, in der Naehe der Laguna Colorado, die wir nach einer laengeren Entspannungs- und Teepause noch besuchen sollten. Die Laguna Colorado war rosafarben und war wie alle anderen Lagunen Heimat ettlicher Flamengos.
Kurz vor der Rueckfahrt ging es Simon immer schlechter. Die Hoehenkrankheit sollte ihn erwischen. Nach der Ankunft in unserem wirklich gutem Hostel (6er Dorm), war dann auch die Bettruhe eingeleutet. Die drei uebrigen Stadtmusikanten assen noch lecker zu Abend und umsorgten Simon. Doch dieser war nicht der Einzige, dem es schlecht ging. Die Toilette hatte Hochkonjunktur. Wobei man auch nicht immer wusste, ob es die betrunkenen Fahrer waren, die sich ihrem Bier entledigten.
Tag 2:
Gegen 8.00 Uhr ging es weiter. Wir waren alle ein wenig muede, weil die Luftknappheit uns zur Atemnot trieb und uns immer wieder aus dem Schlaf riss. Simon ging es ein bisschen besser, doch wie gesagt, nur ein bisschen. Er bekam den Beifahrersitz zugesprochen.

Ueber ein weiteres Hochplateau fuhren wir eine Weile zur Arbol de Piedra, einem Stein, der einem Baum aehnelt. Natuerlich gab es hier noch andere wilde Steinformationen, die inmitten einer leeren Ebene standen. Die Landschaft war schon wunderschoen. Ueberall Vulkankegel entlang der Ebenen, auf denen die Wolken ihre Schatten hinterliessen.

Arbol de Piedra

Ueber eine schmale Schlucht, in der wir einen kleinen Fuchs beobachteten, gelangten wir an weitere Lagunen, an denen wir kurze Aussteige machten und auch Mittag assen. Das Essen war auf dieser Reise das Beste, einmal Nudeln, dann wieder Reis mit Thunfisch und immer Salate.

An riesigen und auch noch aktiven Vulkanen vorbei, ging es weitere Hoehenmeter hinunter. Simon ging es nun immer besser. Nach einem kurzen Hagelschauer erreichten wir eine riesige Salzflaeche, die sich immer weiter oeffnete. Und waehrend ihr daheim in Ganderkesee Fasching gefeiert habt, feierten wir in einem kleinen Dorf Karneval. Es war ein Besaeufnis, bei dem das ganze Dorf wie ausgestorben war, da sich alle in einem Hinterhof zu unmelodischen Trompeten- und Trillerpfeiffentoenen tanzend in Trance soffen. Als Verkleidungen dienten Pfanzenbuendel und Blumen. Naechstes Jahr sind wir dann lieber wieder beim Fasching dabei!

Karneval in Bolivien

Nach einiger Weile erreichten wir gegen 17.00 Uhr unser an einem Hang gelegene Salzhotel, kurz vor der Salar de Uyuni. Man konnte sie schon erahnen. Es bestand, wie der Name schon verraet, nur aus Salz. Zudem hatten wir eigene Zimmer, erneut ein sehr gutes Abendessen mit Wein und einen wunderbaren Schlaf nach den Anstrengungen der letzten beiden Tage.

Zu erwaehnen sind dann natuerlich noch die Englaender einer Reisgruppe, die rauchend in das Hotel stuermten, das Salz vollaschten und abends solange Trinkspiele spielten, dass einige von ihnen sich wieder uebergeben mussten...und das in einer Hoehe von mittlerweile "nur" noch 3600 Metern.

Tag 3:

Wir brauchten nicht lange, bis wir die endlose Weite der Salar de Uyuni erreicht hatten. Die Fahrt durch das in den Augen brennende Weiss dauerte bestimmt eine Stunde, bis wir mitten in dieser Salzwueste eine mit Kaktenen uebersaeumte Insel erreichten.

Salar de Uyuni

Nach einem Rundgang ueber die Selbige, fuhren wir weiter nach Osten. Nach einer Weile konnte man die umliegenden Berge nur noch teilweise sehen und als Hoehepunkt stand hier der Salzsee auch unter Wasser. Diese etwa ein Zentimeter Wasserschicht hatte zur Folge, dass sich Berge und Wolken und natuerlich auch wir uns selbst in dieser Weite spiegelten. Es war schon atemberaubend. Daher brauchten wir auch eine geraume Zeit, um uns auf Bildern zu verewigen.






Nachdem wir den Salzsee dann doch noch einmal durchquert und das Festland wieder erreicht hatten, machten wir erst einmal eine kleine Mittagspause in einem Dorf. Man muss diesen Reisveranstalter einfach mal loben. Eine halbe Stunde vor Ankunft in Uyuni gab es noch einmal Mittagessen. Und unsere Fahrer waren zwar oft betrunken, aber nur abends. Irgendwann gegen 14.00 Uhr erreichten wir dann Uyuni.

1 comment:

Johannes said...

Hey coole Bilder !!! Schön das Ihr wieder zum bloggen gekommen seit. Liebe Grüße vom Hannes