Nachtrag von Simon:
Liebes Logbuch.
An der letzten Station am 22. bakam ich auf einmal leichte Kopfschmerzen, beschloss aber trotzdem mit den anderen auszusteigen und ein wenig frische Luft zu schnappen. Waehrend des kurzen Spaziergangs bakam ich immer schlechter Luft und schaffte es grade noch so in den Jeep. Hier angekommen musste ich sofort die Beine hochlegen. Den Kopf zurueck und tief durchatmen. Die Hoehenkrankheit hatte mich erwischt. Bei dem rasanten Aufstieg nach den vorangegangenen Reisestrapazen war dies auch nicht weiter verwunderlich. Wir bafanden uns schliesslich auf einer Hoehe von 4300 Metern. Unser Guide sagte nur, dass es mir zur Nacht hin noch schlechter gehen werde. Er war etwas Wortkarg.
Im Hotel angekommen legte ich mich sofort ins Bett und Joe gab mir die Tabletten, die wir natuerlich speziell fuer diesen Fall dabei hatten. Dies sollte die Lage jedoch zunaechst nicht verbessern. Ich bekam einen stechenden Kopfschmerz. Es fuehlte sich an, als wuerde der Kopf platzen. Ich haette vor Schmerzen schreien koennen, doch ich riss mich zusammen und konzentrierte mich auf mei8ne Atmung.
Der Schmerz wurde schlimmer und schlimmer. Dazu konnte ich kaum noch etwas erkennen und bekam leichte Panik. Zu meinem Glueck hatte ich meine persoenlichen Pfleger ja dabei. Speziell Joe kuemmerte sich quasi muetterlich um mich und brachte mir Wasser und das Allheilmittel der Einheimischen. Cocatee. Und bevor ihr euch jetzt geschockt und verschreckt fragt, wie wir so etwas nehmen koennen...Dieser Tee ist wie gesagt ein Naturheilmittel und keine Droge. Eine deutsche Polizeikontrolle waere in diesem Zustand zwar problematisch, aber man ist dadurch nicht berauscht, sondern eher beruhigt. Da ich zu dieser Zeit eh in keister Weise in der Lage gewesen waere ein Auto zu steuern eruebrigen sich hier jedoch auch jegliche Spekulationen. Nach der dritten und vierten Tablette ging dieser unsaegliche Kopfschmerz dann gluecklicherweise leicht zurueck. Das war vielleicht eine Wohltat. Diesen Schmerz wuensche ich wirklich niemandem. Ich habe in meinem Leben zuvor keinen vergleichbar qualvollen Schmerz verspuert und das ist in keinster Weise als Gejammer zu verstehen. ;-) Waehrend der annaehernd Schlaflose Nacht musste ich mich dann auch noch uebergeben, was auf die Nebenwirkungen der Tabletten zurueckzufuehren war. Der Beipackzettel liest sich wie ein eiziger Warnhinweis, doch um die Hoehenkrankheit zu besiegen war mir jedes Mittel recht. Auch an den Folgetagen hatte ich hiermit noch zu kaempfen. Ich war jedoch uebergluecklich, alles gut ueberstanden zu haben, dass ich die Welt umarmen wollte. Alles andere war nebensaechlich.
An dieser Stelle sei erwaehnt, dass ich mich dank der guten Pflege und Vorbereitung meiner Begleiter zu keiner Zeit wirklich ernsthaft in Gefahr befunden habe. Wir hatten auch zwei Aerzte und Sauerstoff dabei. Dies stellte sich allerdings erst spaeter heraus. Es waere sicher beruhigend gewesen dies gewusst zu haben. So genug geklagt. Ich bin wieder Kerngesund und voller Tatendrang. Weiter gehts!
No comments:
Post a Comment