Nichts Neues aus San Pedro. Janin ist wieder gesund, Sabrinas und meine Kopfschmerzen sind weg, die Luftknappheit weaehrend des Schlafens ist aber noch teilweise spuerbar. Dies aeussert sich, indem man aus dem Tiefschlaf gerissen wird und eine leichte Atemnot verspuert. Aber wir haben noch weitere drei Naechte hier, um uns fuer die 5000er Paesse auf dem Weg nach Bolivien zu aklimatisieren. Fuer Simon hab ich dann ein paar Tabletten griffbereit;-)
Gegen 16.00 Uhr sollte der Ruhetag dann beendet sein. Eigentlich wollten wir mit dem Fahhrad ein wenig umherradeln. Doch die Entfernungen zu den umliegenden Taelern im Norden unterschaetzten wir gandenlos. Zuerst fuhren wir die Strasse nach Calama entlang. Kurz hinter dem Verlassen des Ortes stieg die Strasse mit bestimmt 15% an.
Sicherlich war die Durchquerung eines wunderschoenen Tals mit unglaublichen Sandsteinformationen eine kleine Entschaedigung, doch die Sonne machte die Auffahrt unertraeglich. Zeitweise dachte ich ans Aufgeben. Und immer hinter einer Kurve versteckte sich ein weiterer Anstieg. Irgendwann kamen wir dann nach einigen Pausen oberhalb des Valle de la Luna an. Zu unseren Fuessen lag eine Mondlandschaft, dahinter die Weite der Atacamatiefebene.
Sicherlich war die Durchquerung eines wunderschoenen Tals mit unglaublichen Sandsteinformationen eine kleine Entschaedigung, doch die Sonne machte die Auffahrt unertraeglich. Zeitweise dachte ich ans Aufgeben. Und immer hinter einer Kurve versteckte sich ein weiterer Anstieg. Irgendwann kamen wir dann nach einigen Pausen oberhalb des Valle de la Luna an. Zu unseren Fuessen lag eine Mondlandschaft, dahinter die Weite der Atacamatiefebene.
Valle de la Luna von oben
Doch nun wollte ich auch noch weiter zum Valle der la Muerte. Es ging nochmals Bergauf. Wir verliessen die Strasse und fuhren auf Schotter querfeldein. Das Valle de la Muerte war zwar in Sichtweite, doch die Entfernung schien zu lang. Schliesslich wollten wir noch in das Valle de la Muerte, um den Sonnenuntergang zu sehen. Dennoch machten wir erst einmal eine Pause in dieser unendlichen Stille, ehe es downhill zueruck zur Hauptstrasse ging. Die schnelle Abfahrt war natuerlich eine weitere Erholungspause.
Ohne Worte
Kurz vor San Pedro bogen wir ab und fuhren parallel zu den Sandsteinformationen auf einer endlos scheinenden Strasse gen Westen. Nach sieben Kilometern Asphalt folgten sieben Kilometer Schotterpiste. Das Schlimme daran war, dass der Gegenwind immer staerker wurde und sich eine leichte Steigung waehrend des zweiten Teilabschnitts einschlich. Am Eingang des Valle de la Luna dann die Ernuechterung: Der folgende Ansteig zwang uns zum Schieben. Und erneut: hinter jeden Kurve ein weiterer Anstieg. Nach endlosen Qualen erreichten wir dann das Amphietheater, eine Duene, von der man in die umliegenden Mondlandschaften schauen konnte. Ohne Wasser und ausgetrocknet krochen wir die Duene hinauf. Oben angekommen dann die Ernuechterung: Die Sonne war leider schon untergegangen.
Die Ueberreste eines wunderschoenen Sonnenuntergangs
Die Rueckfahrt durch die Nacht war nicht angenehmer. Waehrend die Schotterpiste leicht abschuessig war, wurde die Strasse zur erneuten Qual. Gluecklicherweise hatten wir eine Headlamp dabei, die ich mir auch gleich aufschnallte. Ansonsten haette man hier gar nichts gesehne, ausser die sagenhafte Milchstrasse, die den ganzen Himmel spaltete. Dennoch bekam ich noch eine zweite Luft, was wir so einigen Aerger einbrachte: Joe...warte, wir sehen nichts mehr.
Gegen 21.30 Uhr waren wir dann wieder zurueck im Hotel. Die Beine und der Hintern schmerzten. Dennoch setzten wir uns noch eine Weile in den Innehof und liessen den Tag Revue passieren, natuerlich bei einem Wein.
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