Amazonien droht die Abholzung

Wird das Sch
icksal des brasilianischen Regenwaldes bald per Gesetz besiegelt? Seit Wochen streitet das Parlament in Brasilia über einen Entwurf zur Änderung des brasilianischen Forstgesetzes. Die entscheidende Abstimmung ist schon mehrfach verschoben worden und hat immer noch nicht stattgefunden. Umweltschützer protestieren weltweit gegen den Entwurf, der weitere Abholzungen per Gesetz erlauben würde. Die Änderung des bestehenden Waldnutzungs-gesetzes würde die großflächige Zerstörung eines der letzten großen Regenwaldgebiete besiegeln. Nach Schätzungen von Greenpeace wären über 30 Millionen Hektar des Amazonaswaldes, eine Fläche fast so groß wie Deutschland, unmittelbar bedroht.

Und deshalb seid ihr gefragt!

Nehmt an der Unterschriftenaktion gegen dieses Forstgesetz teil:

Wednesday, February 18, 2009

Quer ueber die Anden nach Chile - 17.02.09

Heute ging es nach einer sehr kurzen und unruhigten Nacht weiter mit dem Bus in Richtung Chile. Nun also sollten die Hoehepunkte der Reise im Tagesrhythmus folgen. Nachdem wir alle Sachen zusammengesammelt hatten, das Steak lag uebrigens immer noch im Bauch, machten wir uns mit dem Taxi auf den Weg zum Busbahnhof. Mit dem Laufen hatten wir heute Morgen noch so das eine oder andere Probleme. Um 7.00 Uhr fuhren wir erst in Richtung Norden entlang der Andenhaenge nach Juijui.

Anschliessend aber stand die Andendurchquerung bis nach Chile bevor. Kurz hinter einer mir altbekannten Kreuzung, wo einst Indios mich eine ganze Nacht an der Weiterfahrt gehindert hatten, tauchten wir ein in eine der schoensten Canyons hier in Suedamerika, dem Humahuaca Canyon. Er ist als Teil des Inka-Pfades zum Weltkulturerbe ernannt worden und verbindet das Tiefland mit dem Altiplano. Die Strasse schraubte sich nun also auf einer Laenge von gut 100 Kilometern an bizarren und bunten Felsformationen vorbei von etwa 1000 auf ueber 3500 Hoehenmetern hinauf.


Humahuaca Canyon

Nachdem wir die Passhoehe ueberquert hatten, fuhren wir wieder einige hundert Hoehenmeter hinab auf die andine Hochebene. Hier durchquerten wir einen uebersichtlichen Salzsee und die "Huegellandschaft" des Altiplano.

Salzsee

In der Folgezeit fuhren wir ueber zwei riesige und vor allem kahle Hochebenen, die sehr stark dem tibetanischen Hochland glichen. Die Strasse schien kaum enden zu wollen. Doch die Schattenspiele der Wolken auf den Berghaengen und die endlose Weite waren sehr beeindruckend.





Altiplano

Irgendwann nach scheinbar endloser Fahrt erreichten wir gegen 14.00 Uhr die argentinische Grenze. Waehrend der Passabfertigung ging es Janin nicht so gut. Ob es nun die Magenprobleme von gestern oder die Hoehe war, ich lief erst einmal los und besorgte Kokatee und Kokablaetter. Die Einheimischen meinten nun einmal, dass es helfen wuerde, obwohl ich immer noch glaube, dass es ein Placebo ist. Die Kokablaetter drueckte ich kurz vor der chilenischen Grenze noch dem Busfahrer in die Hand. Ich wollte nicht gerade wegen Drogenschmuggel meine Reise beenden.

Nachdem wir noch zwei Lagunen passiert hatten, ueberquerten wir eine letzte Vulkankette und fuhren in die Salzpfanne der Atacamawueste hinab. Obwohl es von der argentinischen Grenze bis kurz vor dieser Abfahrt noch aus tief dunklen Wolken schneite, schien ueber der Salzwueste der Atacama die Sonne. Kein Wunder, dass dies mit ein bis drei der trockenste Ort der Wert ist. Kurz vor San Pedro mussten wir dann noch bei der chilenischen Abfertigung unsere Koffer auspacken. Dann ging es aber endlich zu Fuss in den Ort.

Leider fanden wir erst nach knapp zwei Stunden ein Zimmer, und das nach neun Stunden Busfahrt. Dieses Doerfchen hat sich naemlich in den letzten zwei Jahren dermassen zu einem Touristenkaff veraendert, dass nahezu alles ausgebucht war. Zudem zahlten wir satte 23 Euro pro Kopf. Daher machten Sabrina und ich uns nach einem kleinen Sandstrum auch sofort auf die Suche nach Alternativen.

Sandsturm in San Pedro

Reservieren konnte man nichts, da jedes Hostel sicher war, morgen wieder ausgebucht zu sein. Dennoch fanden wir einen Dorm fuer immer noch 10 Euro, der uns fuer morgen zugesichert wurde. Janin blieb den ganzen Abend auf dem Zimmer, um sich ein wenig zu erholen. Wir assen in einem netten Innenhof noch eine Riesenpizza und tranken spaeter in einer Kneipe noch einen Pisco.

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